Kleinstadt und Volta Studio: Neues Leben für die MfK-Familienkarte

Mit einer verspielten Marketing-Kampagne lancieren die Berner Agentur Kleinstadt und das Designstudio Volta Studio die Familienkarte des Museums für Kommunikation neu. Mit dem Satz «I wott no nid hei!» knüpft die On- und Offline-Kampagne an das Gefühl an, das nach dem Museumsbesuch bei Kindern oft vorherrscht.

«I wott no nid hei!» – diesen Protestruf kennen viele Eltern von ihren Kindern. Auch im Berner Museum für Kommunikation gibt es so viel zu entdecken, dass die Zeit meist nicht ausreicht, um alles auszukosten. An dieses Gefühl knüpft die Kampagne der Berner Agentur Kleinstadt und des Designstudios Volta Studio an – und erwidert:  «Dann kommt doch einfach wieder!»

Die Familienkarte des Museums für Kommunikation kostet 75 Franken jährlich und rentiert deshalb durchschnittlich schon ab dem zweiten Besuch «en famille». Der Kreis, der als «Familie» zählt, ist zudem bewusst grosszügig gehalten: Die Karte gilt für zwei Erwachsene und maximal vier Kinder. Dazu kann das Göttikind oder die Enkelin gehören, das Nachbarsmädchen oder der Hüetibueb. «Das Angebot ist extrem attraktiv, aber bisher kannten es viele Familien einfach nicht, selbst wenn sie oft ins Museum gehen», sagt Florina Schwander von Kleinstadt. Auftrag der Agentur war, die Familienkarte mit vereinzelten Verbesserungen in der Kommunikation und einer zielgerichteten Kampagne bekannter zu machen.

Dieser Auftrag sei erfüllt, sagt Nico Gurtner, Leiter Kommunikation und Marketing des Museums. So haben die Ende November gestarteten Massnahmen bereits ihre Wirkung gezeigt, obschon noch längst nicht alle Mittel ausgespielt wurden. «Wir haben die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ungefähr verdoppelt», sagt Gurtner. Zu sehen waren Tramhänger mit dem aktuellen Sujet im Museumstram, das bis Ende Februar in der Stadt Bern verkehrte. Zudem erhalten interessierte Familien an der Kasse Sticker-Postkarten mit dem Sujet. Entwickelt wurden weiter animierte Ads und Insta-Storys, die auf verschiedenen Plattformen eingesetzt wurden. Weitere Massnahmen für das laufende Jahr sind in Planung.

Visuell richtet sich die Kampagne sowohl an die Kinder als auch an die Eltern, mit einem stilisierten Kind, das auf einem Auge weint und gleichzeitig fröhlich hüpft. Ambivalent wie vieles im Alltag mit Kindern. «Das Designkonzept ist mehrschichtig gedacht und geht auf keinerlei Stereotypen ein», erklärt Isabelle Linder von Volta Studio.


Verantwortlich beim Museum für Kommunikation: Nico Gurtner (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Kleinstadt: Florina Schwander, Sarah Pfäffli. Verantwortlich bei Volta Studio: Isabelle Lindner, Selina Muth.

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