«CheckstDu?!»: Präventionskampagne Snus auf Social Media
House of Influence und Akzent Prävention Luzern sensibilisieren Jugendliche mit der Kampagne «CheckstDu?!» via TikTok, Instagram und Snapchat humorvoll für die Risiken von Snus und Nicotine Pouches – im Auftrag von 14 Deutschschweizer Kantonen.

Die Influencer-Marketing-Agentur House of Influence hat gemeinsam mit Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern erneut eine kantonsübergreifende Präventionskampagne Snus umgesetzt – dieses Mal erstmals unter dem neuen Namen «CheckstDu?!». Im Zentrum stand ein Thema, das Jugendliche zunehmend beschäftigt: Snus und Nicotine Pouches. Auftraggeber:innen waren 14 Deutschschweizer Kantone.
Snus im Schulalltag: eine unterschätzte Gefahr
Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere Vapes im Fokus der Kampagne standen, richtete sich die Präventionskampagne 2026 auf die oft verharmlosten Nikotinbeutel. Snus und Nicotine Pouches gelten bei Jugendlichen zunehmend als unauffällige Trenddroge: Da sie weder Rauch noch Dampf erzeugen, können sie nahezu überall konsumiert werden – oft unbemerkt im Schulalltag oder in der Freizeit. Trotz Verkaufsverbot an Minderjährige bleiben die Produkte leicht zugänglich. Besonders problematisch sind die oft hohen Nikotinmengen, die gerade bei jungen Menschen schnell zur Abhängigkeit führen können.
Um Jugendliche für diese Risiken zu sensibilisieren, reiche klassische Präventionskommunikation jedoch oft nicht aus, heisst es in der Mitteilung. Die grösste Herausforderung liege in der Art der Ansprache: Junge Menschen reagierten sensibel auf belehrende Inhalte – insbesondere auf Social Media.
Humorvolle Sketches statt moralischer Zeigefinger
Genau hier setzten House of Influence und Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern an. Sieben Creator:innen aus den Bereichen Comedy, Lifestyle und Sport klärten ihre Communitys über die Risiken von Snus auf – authentisch, humorvoll und ohne erhobenen Zeigefinger. Statt klassische Aufklärungsvideos zu produzieren, entstanden humorvolle Sketches mit hohem Wiedererkennungswert.
So veröffentlichte Influencer @medojx_ einen Sketch zum Thema «Die Leute, die Snus nehmen», in dem eine Unterhaltung immer wieder unterbrochen wird, weil eine Person ständig neuen Snus einnehmen muss. Die Botschaft wird dabei niederschwellig vermittelt: Snus wirke nicht cool, sondern schnell zwanghaft und unangenehm. @alitschiiiii machte in ihrem Sketch «Die eine Snus-abhängige Person» mit überspitzten Alltagsszenen deutlich, wie sich eine Abhängigkeit bemerkbar machen kann. @abiilash wiederum inszenierte eine Pausenhof-Situation, um die oft unterschätzte Suchtgefahr sichtbar zu machen.
«Wir wollten keine Kampagne machen, die Jugendlichen erklärt, was sie tun oder lassen sollen. Unser Ziel war es, Inhalte zu schaffen, die sich organisch in ihre Social-Media-Welt einfügen: humorvoll, relevant und teilbar. Genau dadurch entstehen Diskussionen und Sichtbarkeit für ein Thema, das sonst oft verharmlost wird», erklärt Elvira Diez, Projektleiterin bei House of Influence.
Präventionskampagne Snus mit starker Resonanz
Die Kampagne erzielte bisher organisch mehr als 810’000 Videoaufrufe auf TikTok, Instagram und Snapchat zusammen. Besonders aussagekräftig ist laut Mitteilung die durchschnittliche Wiedergabedauer: Mit 18 Sekunden soll diese sämtliche bisherigen Rekorde gebrochen haben. Gerade bei Präventionsthemen sei diese Kennzahl besonders relevant, da gesellschaftlich wichtige Botschaften Aufmerksamkeit und Zeit benötigten, um ihre Wirkung zu entfalten.
«Genau deshalb wird die Kampagne bereits zum dritten Mal durchgeführt: Weil wir das Gefühl haben, damit die Kinder und Jugendlichen wirklich zu erreichen – in ihrer Lebenswelt und in ihrer Sprache», erklärt Michaela Christ, Projektleiterin bei Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern.
Ausgewählte Beiträge der Kampagne sind auf Instagram abrufbar: https://www.instagram.com/reel/DYkMYFWsVFE/, https://www.instagram.com/reel/DYwLXeUI2Eg/, https://www.instagram.com/reel/DYkQHAmq87R/ und https://www.instagram.com/reel/DYmxjTXo9lg/.
Die Kampagne «CheckstDu?!» zeigt, wie moderne Präventionsarbeit heute funktionieren kann: nicht über Verbote oder Abschreckung, sondern über relevante Inhalte innerhalb der Lebenswelt junger Menschen. Influencer-Marketing wird damit nicht nur zum Werbeinstrument, sondern auch zu einem wirkungsvollen Kanal für gesellschaftlich relevante Themen.
Weitere Informationen zu House of Influence unter: https://www.houseofinfluence.ch
Verantwortlich bei House of Influence: Elvira Diez (Gesamtverantwortung), Tanja Herrmann (Strategie) Verantwortlich bei Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern: Michaela Christ (Projektleitung)
