Bekritzeln ausdrücklich erwünscht: Mis Magazin setzt Guerilla-Kampagne um
Für die Plakat-Aktion «Love it? Tag it!» involvierte Mis Magazin regionale Kunstschaffende und liess sie Plakate bemalen, um eine hohe Reichweite auf den Social-Media-Kanälen zu erzielen und Abonnenten zu gewinnen.

Das Redaktionsteam von Mis Magazin hat eine ungewöhnliche Guerilla-Marketing-Aktion ausgeheckt, um mit den 20 Plakatstellen in der Region Bern–Thun zusätzliche Reichweite zu erlangen. Für die crossmediale Kampagne «Love it? Tag it!» provozierte die Redaktion auf Facebook und Instagram mit Aufrufen wie «Schmieren erlaubt!» oder «Lizenz zum Bekritzeln erteilt». Damit forderte sie ihre Community dazu auf, gleich eigene Statements über das Schweizer Lifestyle-Magazin für Designverliebte und Geniesser auf einem der Plakate zu verewigen. An manchen Plakatstellen baumelten gar Stifte zu diesem Zweck.
Mut zur Mitgestaltung durch Community
Die Plakatmotive enthielten bereits gedruckte Kommentare in Handschrift (Tags), wodurch die Hemmschwelle zum «Bekritzeln» sinken sollte. Im Bewusstsein, Gefahr zu laufen, dass das insbesondere jugendliche «Schmierer» als Einladung verstehen, nahm die Aktion ihren Anfang – und die Schmierereien hielten sich in Grenzen.
Um die Aktion anzuheizen und nicht auf Social-Content angewiesen zu sein, zog das Redaktionsteam die Fäden im Hintergrund und aktivierte sein Kreativ-Netzwerk. Den Kunstschaffenden aus der Region dienten die Plakate als Leinwände zur freien Gestaltung.

Mit einer gezielten Inszenierung, umgesetzt durch Kreative aus dem Netzwerk des Lifestyle-Magazins, entstand eine ungewöhnliche Werbekampagne mit dem Ziel, Abonnenten zu gewinnen.
Abo-Steigerung um das Zehnfache
Ziel der crossmedialen Kampagne war es, sowohl die neue Ausgabe zu bewerben, wie auch Abonnenten zu gewinnen. Allein im Kampagnenzeitraum von 14 Tagen gelang es, die Abonnenten-Zahl um das Zehnfache zu steigern. Denn Mis Magazin will den Turnaround vom Gratis- zum Bezahlmedium schaffen: Seit 2013 wurde Mis Magazin gratis in bis zu 113’000 Haushalte von Bern bis Thun verteilt.
Von der aktuellen Winterausgabe an ändert sich dies: «Wir haben unser inhaltliches Profil geschärft – und Mis Magazin zu einem Schweizer Lifestyle-Magazin für Designverliebte und Geniesser weiterentwickelt. Es ist schlicht zu hochwertig, um gratis an eine zu unspezifische Zielgruppe zu gelangen», führt Chefredaktorin Daniela Dambach aus.
Die fünfköpfige Redaktion ist überzeugt, dass die bisherigen Leserinnen und Leser bereit sind, 42 Franken für ein Jahres-Abo auszulegen. Weiter setzt Mis Magazin auf exklusive Partnerschaften und ein starkes Supporter-Netzwerk.
