«This is the Story of Furthur»

Mit einer klaren Vision strebt die Agentur Furthur die Position der «Scientific Social Media Agentur der Schweiz» an. Werbewoche.ch traf das Gründertrio Alice Talotti, Dominik Lämmler und Peter Wälty. Hier ist ihre Geschichte.

Werbewoche.ch: Wie kam es zur Idee, «Furthur» zu gründen?

Dominik Lämmler (DL): Wir haben Furthur gegründet, weil das Wachstum in Social Media unbegrenzt ist. Unser Ziel war es, eine Agentur zu schaffen, die sich auf Social Media Marketing spezialisiert, anstatt alles zu machen.

Alice Talotti (AT): Dieser Fokus ist wichtig. Mit Furthur positionieren wir uns als die «Scientific Social Media Agentur der Schweiz».

 

Wofür steht das «Scientific»?

DL: Wir stellen Hypothesen auf und messen sie. Unser Ziel ist es nicht, einfach Posts zu veröffentlichen, die Likes und Views generieren, sondern wir wollen verstehen, was funktioniert und wie es mit den Marketingzielen unserer Kunden abgestimmt ist. Aber eigentlich ist Alice die Spezialistin dafür.

AT: Unser Ziel ist es, jeweils herauszufinden, was für unsere Kunden am besten funktioniert. Wir erstellen, wie es Dominik gesagt hat, Hypothesen, führen Tests durch und können dann direkt Ergebnisse liefern. Auf Grundlage dieser Ergebnisse entwickeln wir Best Practices und setzen den Lernprozess fort.

 

Welches sind die Herausforderungen?

AT: Die besondere Herausforderung besteht darin, dass wir eine strategische Herangehensweise verfolgen. Wir wollen nicht nur wahllos AB-Tests durchführen, wie ich es leider häufig beobachtet habe, sondern wir überlegen von Anfang an, wie wir die gesamte Social-Media-Kampagne planen, um das Beste aus dem Budget unserer Kunden herauszuholen.

Alice Talotti stiess von Meta zu Furthur

Wie sind die Reaktionen Ihrer Kunden?

DL: Unsere Kunden reagieren sehr positiv. Sie erkennen, dass Social Media zu wichtig ist, um es dem Zufall zu überlassen. Sie verstehen, dass Spezialisten notwendig sind, um ein durchdachtes Konzept zu erstellen, das auf die Marketingziele zugeschnitten ist. In den ersten sechs Wochen konnten wir bereits sechs Kunden von unserer Herangehensweise überzeugen, was uns sehr zufrieden macht und anspornt.

 

Sie stiessen von Meta zu Furthur. Wieviel Meta steckt in Furthur?

AT: Bei Meta haben wir jede Aktivität mit Zahlen belegt. Jeder Insight wurde durch Studien gestützt, um zu zeigen, warum bestimmte Best Practices für die meisten Kunden funktionieren. Diese Denkweise ist ein wichtiger Bestandteil von Furthur, da Kunden ihre Budgets zunehmend präzise kalkulieren. Unser Ansatz, Testen, Lernen und Umsetzen, liefert ein Konzept, bei dem jeder investierte Franken optimal genutzt werden soll.

 

Welcher war der erste Schritt hin zur Schaffung von Further?

DL: Der wichtigste Schritt war, ein starkes Team zusammenzustellen. Alice Talotti und ich haben uns dazu entschlossen, Further zu gründen, nachdem wir in den letzten dreieinhalb Jahren bei Meta-DACH mit den grössten Agenturen zusammengearbeitet haben. Alice Talotti ist eine der erfahrensten Expertinnen für Social Media Marketing im DACH-Raum. Peter Wälty ergänzt das Team inhaltlich und ist einer der bekanntesten Digitaljournalisten der Schweiz.

Dominik Lämmler stiess wie Alice Talotti von Meta zu Furthur

Welche Skills bringen Sie ins Furthur-Team ein?

Peter Wälty (PW): Die Skills, die ich in das Team einbringen kann, basieren auf den Fehlern, die ich in den letzten 20 Jahren gemacht habe. Das mag seltsam klingen, aber ich habe mich intensiv mit den Themen auseinandergesetzt, die die Leser:innen interessieren, und gelernt, wie man diese Themen richtig verpackt. Das beinhaltet die Auswahl von Überschriften und Bildern, was im Storytelling eine wichtige Rolle spielt.

Peter Wälty war u.a. bei 20 Minuten tätig

 

Sie haben umfangreiche Erfahrungen in der digitalen Publizistik. Welche Beobachtungen machen Sie in Bezug auf die aktuellen Social Media Kampagnen?

PW: Was mich an 20 Minuten ausgezeichnet hat, war die Fokussierung auf Reichweite. Das bedeutet, sich auf die Leser und Leserinnen zu konzentrieren. Das Gleiche passiert jetzt in den sozialen Medien. Ein Beispiel: Ich habe heute Morgen ein Video eines Schweizer Spassbrauseherstellers gesehen. Das Video zeigte einen Skateboarder, der einen Trick vorführte, während im Vordergrund die Spassbrause stand. Das Video erzielte auf TikTok 500.000 Aufrufe. Die Verantwortlichen waren bestimmt begeistert. Aber wissen sie, warum es funktioniert hat und welche Auswirkungen es auf die Marke oder andere Zielbereiche hatte?

 

Was denken Sie?

PW: Vielleicht war es die gute Laune des Algorithmus oder die Story hat einfach funktioniert.

 

Das ist doch gut?

PW: Oftmals bleibt die Wirkung eines Videos im Dunkeln. Was hat es beim Empfänger bewirkt, beim Rezipienten? Hat es zur Stärkung der Marke beigetragen, Leads generiert oder gar zu Abverkäufen geführt? Diese Fragen bleiben oft unbeantwortet. Ebenso wissen wir nicht sicher, ob die Social Media Experten und Expertinnen jemals mit dem Kunden, also dem Werbeauftraggeber, in dieser Hinsicht kommuniziert und klare Ziele vereinbart haben.

 

Worauf wollen Sie hinaus?

Ich kann nur wiederholen, was Alice und Dominik bereits gesagt haben: Bei Furthur arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um ihre spezifischen Ziele zu definieren. Basierend auf diesen Vorgaben entwickeln wir kreative Ideen und Hypothesen, die in verschiedene Werbemittel umgesetzt werden, eventuell mit unterschiedlichen Varianten. Da wir nicht immer genau wissen, welche Zielgruppe am besten auf welches Werbemittel reagiert, testen wir diese Varianten gezielt. Sobald wir aussagekräftige Ergebnisse erzielt haben, implementieren wir die erfolgreichen Ansätze. Dieser Ansatz ist das Herzstück von Furthur und wird in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden umgesetzt. This is the story of Further, und wir planen, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

 

 

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