Microsoft testet werbefinanzierte Office-Anwendungen

Microsoft testet eine werbefinanzierte, kostenlose Office-Suite für Windows. Dabei sind jedoch mehrere Funktionen in Word, Excel und Powerpoint nicht verfügbar. Eine Markteinführung sieht Microsoft vorerst nicht vor.

Der Softwareriese Microsoft testet eine werbefinanzierte und gebührenfreie Office-Suite für Windows-User. Im Rahmen dieses Feldversuchs mit den Anwendungen Word, Excel und Powerpoint müssen Nutzende nicht nur Werbeanzeigen erdulden, sondern auch eine Einsparung diverser Funktionen hinnehmen, wie The Register berichtet. Beispielsweise würden in Word die Features für Zeilenabstände und Rahmen fehlen, während Excel um die bedingte Formatierung sowie Pivot-Tabellen reduziert und Powerpoint um Animationstools gebracht wird.

Des Weiteren könnten Testuser alle drei Anwendungen nur auf Microsofts Cloud Onedrive nutzen, wodurch einem der Zugriff auf lokale Dateien ohne ein kostenpflichtiges Abo verwehrt bleibt. Auch die in Microsoft integrierten KI-Tools seien in der werbefinanzierten Version nicht verfügbar. Ob Microsoft auf die Reaktionen der Testnutzer eingeht und welche Änderungen sich daraus ergeben, bleibt abzuwarten.

Gegenüber The Register habe sich ein Microsoft-Sprecher insofern geäussert, als dass das Unternehmen einige begrenzte Tests durchgeführt habe. «Derzeit gibt es keine Pläne, eine kostenlose, werbefinanzierte Version der Microsoft-Office-Desktopanwendungen auf den Markt zu bringen», wie der Sprecher laut Bericht sagte. (Dylan Windhaber/jor)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

More articles on the topic