Ermittler bitten immer öfter Google um Hilfe – oft ohne Erfolg
Schweizer Ermittler haben im ersten Halbjahr 2018 mehr als 300 Mal die Herausgabe von Nutzerdaten vom Internetriesen Google verlangt.

Noch nie hätten Bund und Kantone mehr Ermittlungsanfragen an den US-Internetkonzern gestellt als im laufenden Jahr, berichtet der SonntagsBlick. Google schmetterte dabei jede zweite Bitte ab, wie aus dem neusten Google Transparenzbericht hervorgeht. Über die Gründe der Zurückhaltung schweigt sich das US-Unternehmen aus. Insgesamt waren von den Ermittlungsmassnahmen 400 Schweizer User betroffen. Für die Strafverfolgungsbehörden sei es «unverzichtbar», den Zugang zu den notwendigen Informationen zu erhalten, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Polizei (Fedpol).
Nicht offengelegt wird im Transparenzbericht, bei welchen Verdachtsmomenten sich die Schweizer Behörden an Google wandten. Bei einem Grossteil der Fälle dürfte es sich dem Zeitungsbericht zufolge um Betrug, Extremismus oder Kinderpornografie handeln. Die Besitzernamen von Mailadressen oder Youtube-Konten sowie Suchverläufe können Straftäter überführen. (SDA)
