Mobile Marketing-Practical zeigt Innovationen im Bereich «Location based»

Wenn sich die Swiss Mobile Association (kurz smama) trifft, gibt es fast immer spannende Neuigkeiten zu hören. So auch am 16. Mai im Zürcher Lab100: Beim Mobile Marketing-Practical sprachen Stakeholder aus diversen Branchen über aktuelle Cases mit dem Fokus «Location based». Dabei wurde klar, dass reale und virtuelle Welt immer nahtloser verknüpft werden können – und dass diese Tatsache für kreative Werbelösungen enormes Potenzial bietet. Wir haben einige der Highlights für Sie zusammengestellt.

«NavVis»: Im Innenraum das tun, was GoogleMaps draussen macht

Nenad Sucur von V3 Digital präsentierte ein Indoor-Navigationssystem der Firma NavVis, mit dem sich Gebäude digital kartographieren lassen. Kameras und Laserscanner, montiert auf einem mannshohen Rollwagen, lassen sich durch die Gänge von Bürokomplexen oder durch Messehallen schieben – dabei setzen sie unzählige Referenzpunkte, aus denen sich am Ende ein Gesamtbild ergibt. «Die Möglichkeiten, mit diesem Bild zu arbeiten, sind sehr breit», so Nenad Sucur.Beispielsweise könne man Besucher zu ihren Kontaktpersonen lenken oder via Augmented Reality auf dem Handydisplay Wegmarken setzen, die Informationen liefern. Auch Werbung liesse sich einspielen, etwa als Zusatz zu einem Messestand.

Wenn Malbücher lebendig werden

Bob Sumner, der in einem Kooperationsprojekt von ETH Zürich und Disney als Associate Director fungiert, zeigte die Möglichkeiten von Augmented Reality im Zusammenhang mit spielerischem Lernen. Damit Kinder nicht nur auf den Bildschirm ihres Smartphones starren, wird dieses kurzerhand zum Fenster zurück in die Wirklichkeit: Bob Sumners Team hat Apps geschaffen, die zum Malen anregen, indem sie die gemalte Figur dreidimensional vom Papier auferstehen lassen; die den Umgang mit verschiedenen Musikstilen über Sammelkarten und den Museumsbesuch durch virtuelle Nachbearbeitung der Gemälde zugänglich machen.DSC_9937Auch einen Ausblick auf das in Entwicklung befindliche Spiel «Gnome Trader» gab der Entwickler: Hierfür haben Sumner und seine Leute eine Anwendung kreiert, die Blick am Abend- und 20Minuten-Boxen auf dem Nateldisplay in Gnomhäuschen transformiert. Jeder Gnom kauft und verkauft Edelsteine zu einem Preis, der sich Angebot und Nachfrage lokal anpasst. So bekommen Kinder – und vielleicht auch Erwachsene? – die Möglichkeit, sich spielerisch mit den Grundlagen von wirtschaftlichem Agieren auseinander zu setzen.DSC_9939

ClearChannel und VBZ richten ÖV-WLan ein

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und deren Vermarkterin von Haltestellen-Werbung ClearChannel berichteten vom neuen WLan, das aktuell an fünf Zürcher Haltestellen ausprobiert wird. Über eine Landingpage, die mit Werbung garniert werden kann, kommen ÖV-Nutzer in ein kostenloses Highspeed-Glasfasernetz. Das erlaubt nicht nur einfaches Surfen, sondern beispielsweise auch Downloads von Filmstreams.Die Werbung auf der Landingpage kann, so liess die Präsentation erkennen, bei Ausbau des Projekts ortsbasiert angepasst werden. Denkbar dann etwa: Studierende bekommen an Uni-nahen Locations Buchrabatte angeboten, auf der Bahnhofsstrasse werden hingegen Luxusgüter angepriesen. An den Testhaltestellen werben bereits OrellFüssli und ein Zürcher Kino, es gibt Leseproben und Voucher für kostenloses Popcorn für die ÖV-Nutzer.

Apéro rundet den Anlass ab

Neben weiteren hochkarätigen Referenten ist auch das anschliessende Get Together der Gäste hervorzuheben. Bei einem Apéro konnten Kontakte intensiviert oder neu geknüpft sowie das Gesagte mit den Experten diskutiert werden.  Ein rundum gelungener Anlass, den wohl jeder mit neuen Inputs – und durchaus inspiriert – verliess.

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