Zu guter Letzt: Wahlkampfhelfer neue Medien
Facebook dient als Community-Plattform schon lange nicht mehr nur der privaten Unterhaltung. Auch Barack Obama nutzt Facebook. Dank seiner Internet-Gemeinde konnte er online 500 Millionen Dollar von drei Millionen Spendern sammeln.
Facebook dient als Community-Plattform schon lange nicht mehr nur der privaten Unterhaltung. Geübte Stalker tummeln sich ebenso im Netzwerk wie Personalfachleute. Auch Barack Obama nutzt Facebook. Nach Aussage von Joe Rospars, der in Obamas Medienkampagne für die neuen Medien zuständig ist, hätten sich nach der Ankündigung von Obamas Kandidatur Tausende gemeldet, die in die Kampagne eingebunden werden wollten. Schliesslich wurden 13 Millionen Personen mit E-Mails versorgt. Dank seiner Internet-Gemeinde konnte er online 500 Millionen Dollar von drei Millionen Spendern sammeln. Ausserdem konstituierten sich online 45‘000 Gruppen. Diese Bewegung bewirkte, dass 200‘000 Veranstaltungen organisiert und Millionen von Minuten-Videos gedreht wurden. Obama verdankt seine Wahl ins Weisse Haus also auch den neuen Medien. Die Schweizer Politik dagegen ist auf Plattformen wie Facebook oder Youtube noch kaum präsent. Gerade mal jeder fünfte Bundesparlamentarier verfügt gemäss Neue Zürcher Zeitung über ein Facebook-Profil. Die finanziellen Möglichkeiten, aber auch die politischen und medialen Strukturen stünden einer Basisbewegung, wie sie in Obamas Wahlkampf entstanden sei, entgegen, so der Zürcher Professor Patrick Donges, der die politische Kommunikation in der Schweiz untersuchte. Rospars will sein Modell nun aber auch in Europa umsetzen. Sein Unternehmen Blue Star Digital eröffnete nach fünf Niederlassungen in den USA kürzlich ein Büro in London.
