Bier-Power statt Grenzmauer

Die schottische Brauerei Brewdog will eine Bar eröffnen – exakt auf der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Der PR-Coup ist offenbar ernst gemeint.

brewdog

«The Bar on the Edge» soll das Lokal heissen und zu einer Hälfe in Texas, zur anderen Hälfte in Chihuahua liegen. Der genaue Ort sei aber «top secret», schreibt Brewdog in einem Statement auf der Firmenwebsite. Die Bekanntmachung des Projektes wurde in den USA mit einem Tex-Mex-Craft-Bier-Event gefeiert. Obwohl das Projekt irgendwo am Ende der Welt aufgebaut wird, hofft man, dass die Location zur Begegnungszone für zahlreiche Bierliebhaber wird – egal, welcher Nationalität oder Ethnie sie angehören. Völkerverbindung durch Bier. Das Bar-Motto: «Make beer not walls»

Was klingt, wie ein reiner PR-Gag, soll bald Wirklichkeit werden. «Wir werden bei den lokalen Behörden die Genehmigung beantragen und uns dabei an den offiziellen, bürokratischen Amtsweg halten», sagt Co-Gründer James Watt, der sich wohl wenig Chancen auf einen positiven Bescheid ausrechnet. «Vermutlich würde es den Mauerbau erschweren, wenn eine Bar im Weg ist.» Also werde man die Bar notfalls einfach aufstellen und sie so lange betreiben, bis man aufgefordert werde, sie wieder zu entfernen.

Der Plan – wie auch immer die Geschichte endet – wird für Brewdog aufgehen. Verschiedene renommierte internationale Medien haben bereits über «The Bar on the Edge» und die Brauerei berichtet und werden die Umsetzung weiterverfolgen. Und zumindest beim Teil der Bevölkerung, der Trumps Mauer-Plan ablehnt, dürften die Schotten in den USA auch viele Sympathien gewonnen haben. (hae)

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