Publicis beendet Zusammenarbeit mit Salt

Überraschendes Ende einer erfolgreichen Zusammenarbeit: Publicis bricht die Beziehung zu Salt ab.

In der vergangenen Woche hat das neue Salt-Management im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen 2015 harte Kritik an vorherigen Führung geübt (Werbewoche.ch berichtete). Der Turnaround bei Salt sei unter anderem durch frühere Managementfehler beeinträchtigt worden, hiess es am Donnerstag in einer Mitteilung. Dabei wurde der ehemaligen Salt-Führung nicht nur eine zu hohe Abwanderungsquote, sondern auch konkret eine «misslungene IT-Umstellung» und die «unzureichende Bonitätsprüfung von Neukunden» vorgeworfen.

Im Dezember 2015 wurde der plötzliche Abgang von Johan Andsjö als CEO bekannt (Werbewoche.ch berichtete). Andsjö hatte den Namenswechsel von Orange zu Salt, sowie das gesamte Rebranding als treibende Kraft zusammen mit Publicis vollzogen. Die langjährige Orange-Agentur wurde bereits im Herbst 2013 in den Aufbau der neuen Marke Salt miteinbezogen, wie Publicis-CEO und aktueller «Werbewoche-Werber des Jahres» Curdin Janett im Interview mit der Werbewoche verriet. Die millionenschwere Kampagne muss als Erfolg gewertet werden. Innert kürzerster Zeit wurde die Marke Orange, die zuvor 16 Jahre lang auf dem Schweizer Mobilfunkmarkt präsent war, auch in den Köpfen der Menschen durch die Marke Salt ersetzt.

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Diese Zusammenarbeit ist nun zu Ende. «Das Rebranding von Orange zu Salt war in mehrfacher Hinsicht ein grosser Erfolg. Einer, der sich mit diversen Zahlen belegen lässt und nur deshalb möglich war, weil der Kunde und der damalige Besitzer erfrischend, mutig und visionär waren. Wir können daher die negativen Äusserungen des aktuellen Salt-Managements gegenüber der ehemaligen Führungsmannschaft sowie die nun plötzlichen Richtungswechsel in Marketing und Kommunikation nicht nachvollziehen», so die Geschäftsleitung von Publicis in einer Mitteilung zur Situation. Man wünsche Salt mit der neuen Strategie aber viel Erfolg, heisst es am Ende des Statements.

Laut Publicis ist das Vertragsverhältnis mit Salt zum Ende des letzten Jahres ausgelaufen. Es sei jedoch beabsichtigt gewesen, weiterhin auf Projekt-Basis für den Mobilfunkanbieter tätig zu sein. Bis heute sei es jedoch zu keiner weiteren Zusammenarbeit mehr gekommen. Wie die Agentur betont, sind insbesondere die aktuellen Kommunikations-Massnahmen, auf welchen Salt nur noch mit Typo und einem neuen Claim arbeitet, nicht von Publicis entwickelt worden. (hae)
 

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