Zu guter Letzt: Volksventilator
Volkswagen und DDB reinigen für chinesische Kinder die Luft mit einer schönen, kleinen Erfindung im Rahmen einer schönen, kleinen Kampagne.
In Teilen Chinas ist die Luft derart verschmutzt, dass selbst Autohersteller nicht mehr tatenlos zusehen können. Eigentlich nichts als recht, denn mit ihren Verbrennungsmotoren hat die Autoindustrie jahrzehntelang kräftig am Smog mitgearbeitet. Und mitverdient. Moderne Autos hingegen sind wohl nicht mehr das Hauptproblem in Gebieten, in denen die Fabriken ihren Dreck einfach ungefiltert in die Umwelt lassen. Und sowieso: Die Luft, die hinten rauskommt, soll in Smog-Gebieten sauberer sein, als diejenige, die das Auto vorne ansaugt. Das nützt den chinesischen Kindern, die in so einem lebensfeindlichen Klima zur Schule gehen, herzlich wenig.

Was aber hilft, sind konkrete Massnahmen, welche die Luft zumindest in den Innenräumen auch ohne unerschwingliches Luftreinigungsgerät erträglich macht. VW und DBB China hatten die Idee, dass man die aufwendig entwickelten Filter, welche die Innenluft der Volkswagen von allen Schadstoffen reinigt, auch umfunktionieren könnte. Ein Stück Karton falten, Filter rein, über einen Ventilator stülpen – fertig ist der High-Tech-Luftreiniger. «Clean Air In A Box» heisst das Projekt, in dem Schulen mit dem «Bausatz» beliefert werden. Bestehende Technologie nutzen für die gute Sache. Und damit etwas Aufmerksamkeit erzeugen in eigener Sache. Gute Idee! (hae)


