Zu guter Letzt: Einstürzende Plakatbauten

Auch in Portugal feierte man das Mauerfall-Jubiläum. Eine aufsehenerregende Plakat-Installation pries das dazugehörige Sonderheft an.

Der Fall der Berliner Mauer – ein thematischer Dauerbrenner. Besonders im Jubiläumsjahr 2014. Natürlich auch hier. So berichteten wir bereits im Juni über das Fotoprojekt von BBDO Berlin. Und Anfangs November über den Titanic-gegen-Bild-Mauerfall-Sondernummer-Tausch der Satirepartei Die Partei. Die Aktion war übrigens ein grosser Erfolg und die ertauschten Zeitungen wurden in ganz Deutschland feinsäuberlich vor den Bild-Redaktionen deponiert.

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Bild: Facebook

Sondernummern zum Mauerfall-Jubiläum gab es aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern. Zum Beispiel in Portugal. Immerhin wurde mit dem Einstürzen der Mauer nicht nur ein getrenntes Land wiedervereint, sondern eigentlich die ganze Welt. Das Wochenmagazin Sábado widmete dem denkwürdigen 25-Jahre-Jubiläum eine eigene Ausgabe. Das ist schön. Noch schöner jedoch die Kampagne, mit der die Agentur MSTF-Partners Lisbon das Heft bewarb: In den Städten Lissabon und Porto wurden – analog zur Mauer – zwei Plakatständer zum «Einsturz» gebracht. Und eine Woche lang mit dem entsprechenden Sujet liegen gelassen. Outdoor-Werbung mit Symbolkraft – und Reflexionsgarantie. Im Gegensatz zur Mauer wurden die gestürzten Objekte nach dem Ende der Kampagne wieder hochgezogen und feinsäuberlich hergerichtet. Denn sie müssen noch mindestens 25 Jahre halten und die Gesellschaft mit frohen Botschaften beglücken. (hae)

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