Zu guter Letzt: Volvo zu verkaufen, Teil 2

Um seinen alten Volvo zu verkaufen, drehte Christoffer Castor im Mai einen Werbespot und landete damit einen viralen Hit. Nun lässt ihn Volvo auch das aktuelle Nachfolgermodell V60 bewerben.

Die Geschichte ging im Mai um die Welt: Der Werbespot für Castors klapprigen 93er Volvo 245 knackte innert weniger Tagen die Millonengrenze und wurde zum Lehrstück für virales Marketing. In einem knapp dreiminütigen Clip präsentiert der Werbefilmer und Fotograf die Vorzüge seiner alten Kiste. Was für Aussenstehende wie eine aufwändige Produktion wirkt, ist in Wahrheit eine kurzes Freizeitprojekt von Castor und einem Kollegen, dem Sprecher. Eine halbe Stunde hat die Erstellung des Skriptes laut SPON benötigt. Rund 1000 Franken wollte er für den Wagen – Katzenaufkleber inklusive. Überhäuft wurde er hingegen hauptsächlich von Medienanfragen.

//www.youtube.com/watch?v=JJ0nkStZnWo

Der grosse Rummel um den engagierten Schwedenpanzer-Verkäufer ist auch Volvo selbst nicht entgangen. Kurzerhand wurde Castor beauftragt, auch für den aktuellen Nachfolger, den V60 Sportswagon R-Design T6 AWD, einen Werbespot zu drehen. Ein weiteres Lehrstück des viralen Marketings – die Begeisterung der traditionellen- und sozialen Medien ist nicht nur vorprogrammiert, sondern gibt's sozusagen gratis dazu. Enstanden ist eine weitere sehenswerte Persiflage auf herkömmliche Autowerbespots, die die Fahrzeuge so dramatisch und heroisch in Szene setzen, als könnte man damit mehr, als von A nach B fahren. Und auch wenn die heutigen Autos im Vergleich zu den guten alten Charakterwagen vergangener Jahrzehnte seelenarme Plastikgefährte sind – zumindest die Katzenkleber haben es in diesem Fall in die Neuzeit geschafft. (hae)

//www.youtube.com/watch?v=W2298iagVro

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