Zu guter Letzt: Haare lassen, Ticket fassen

Ogilvy organisierte in Mexiko ein Metal-Festival. Eintritt: Haare. Zweck: guter.

Nachdem Ruf Lanz erst kürzlich zum Bartspenden aufrief, um Menschen mit Hörbehinderung das Lippenlesen zu erleichtern (Werbewoche.ch berichtete), erreicht uns aus Mexiko eine weitere haarige Sammelaktion. Der Grund für das erwünschte Haare lassen ist allerdings etwas weniger kreativ, sondern rein pragmatisch: Aus den Haaren werden Perücken für krebskranke Kinder aus ärmlichen Verhältnissen hergestellt. Das authentisch wirkende Zweithaar fördert das Selbstwertgefühl und folglich die Genesungsbedingungen der jungen Patienten.

Benötigt werden für die Produktion ungefärbte Haare von mindestens 25 Zentimetern Länge. Dass Ogilvy dabei an Metal-Fans dachte, ist zwar nicht unbedingt naheliegend, aber nachvollziehbar. Die stolzen langen Mähnen gehören zur Lebenseinstellung – und sind vermutlich eher selten koloriert. Also organisierte die Agentur für das Krebshilfswerk Casa de la Amistad ein Festival und lud neun in in der mexikanischen Szene offensichtlich berühmte Bands ein. Der Clou: Das Ticket konnte mit Haar bezahlt werden. Für den guten Zweck trennten sich Besucher teilweise oder ganz von ihrer Haarpracht. Was ohnehin wieder nachwächst, hilft Bedürftigen – harte Musik, weiches Herz. So schön! (hae)

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