Zu guter Letzt: Und täglich grüsst die Emanzipation
Während Frauen sich in knappen Stofffetzchen auf Plakaten räkeln und an Messen «Autos präsentieren», ist es fast nicht mehr möglich, einen Werbespot mit Frauen zu produzieren, an dem nicht zumindest ein paar emanzipierte Frauen eine Diskriminierung riechen.
So wirbt das ZDF derzeit mit einem Spot unter dem Slogan «Ballsauber in Schweden» für seine Live-Übertragungen von der Frauenfussball-EM. Doch nun werfen viele Zuschauer dem Sender Sexismus und Frauendiskriminierung vor. Wie Horizont.net schreibt, braue sich auf Youtube, Facebook und Twitter gar ein wahrer Shitstorm zusammen (Zum Artikel).
Selbstverständlich, der Spot ist gewagt. Denn er spielt nicht auf einem Fussballplatz, sondern in einem Waschkeller. Himmel hilf, da dräut ein Klischee! Und es geht noch weiter: Eine Fussballerin in den Klamotten der deutschen Nationalelf gibt den Zuschauern eine Kostprobe ihrer Ballkünste und versenkt den Ball anschliessend direkt in der Waschtrommel. Das runde Leder wird gewaschen – im Leder-Waschgang selbstverständlich. Aus dem Off kommentiert eine weibliche Stimme: «Ballsauber in Schweden. Die Uefa Frauen EM 2013, ab dem 10. Juli im ZDF».
Nicht gerade koscher das ganze, könnte man sagen. Oder einfach nur ein Spiel mit einem üblichen Klischee, gerade genug provokant, um dem noch immer zu wenig populären Frauenfussball seine gerechtfertigte Aufmerksamkeit zu geben. (uma)
Aber schauen und urteilen Sie selbst:
//www.youtube.com/watch?v=rx4jAEyVJHE
