Zu guter Letzt: Vorsicht, Klau-Hure
Jetzt, wo es wieder halb Deutschland Richtung Mallorca verschlägt, warnt die Bild-Zeitung: Vorsicht, Klau-Huren! Die feinfühlige Wortkreation findet sich sicherlich bald im Duden wieder.
Im Morgengrauen, wenn die deutschen Männer «nur noch eins: zurück ins Hotel» wollen, schlägt die Stunde der Klau-Huren. In Vierer- oder Fünfer-Gruppen (sehr entscheidend!) warten die Klau-Huren auf ihre Opfer. Bild kennt «die Masche der Klau-Huren» sehr genau: Sie seien «wie Löwinnen auf der Jagd nach einer Antilope», so ein Mann, «der ihnen entkommen konnte». «Sie wählen immer das schwächste Opfer: Den, der am meisten intus hat. Sie umzingeln den Mann, ziehen ihn zu sich heran.» Während die eine Klau-Hure dem Mann konkrete Angebote macht («Ich schlaf' mit dir und tue alles für dich, okay?»), stiehlt eine andere das Geld.

Unschön. Es scheint, als sei mit der Klau-Hure ein neues Phänomen geboren worden. In Zeiten, in denen selbst seltene Wörter wie «twittern» den Weg in die Wörterbücher dieser Welt finden (Werbewoche.ch berichtete), sollte eine baldige Duden-Aufnahme der Klau-Hure in Betracht gezogen werden.
Gunstgewerblerinnen, Liebesdienerinnen und Sex-Arbeiterinnen warm anziehen bitte. (hae)
