Publicis: Der fairste Bankomat der Schweiz
Am 7. März war Internationaler Tag für Lohngleichheit. Aus diesem Anlass hat Publicis für die Zürcher Frauenzentrale gezeigt, wie unangenehm es ist, wenn man aufgrund seines Geschlechts weniger kriegt – anhand eines Bankomaten, der Männern weniger Geld auszahlte.
Das Prinzip der Gleichstellung von Frau und Mann ist seit 1981 in der Schweizer Bundesverfassung verankert. Trotz der 32-jährigen gesetzlichen Pflicht sind die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau in der Schweiz immer noch frappant. Für die gleiche Ausbildung, Leistung und Position verdienen Frauen rund 20 Prozent weniger als Männer. Das ist ein Problem, das sich nicht nur auf die reine Lohndifferenz beschränkt, sondern auf die fehlenden Pensionskassenbeiträge ausweitet.
Gegen diese Diskriminierung würden die mehrheitlich männlichen Entscheidungsträger in unserem Land immer noch wenig unternehmen, so die Agentur. Deshalb habe man im Auftrag der Zürcher Frauenzentrale ein – im Grunde – faires Experiment durchgeführt, das für Männer aber ziemlich unfair wirkte: Am 7. März, dem internationalen Aktionstag für Lohngleichheit, drehten sie den Spiess um und sorgten für Gerechtigkeit an jenem Ort, der Männern am meisten schmerzt: am Geldautomaten.
Als diese nur 80 Prozent der Summe ausbezahlt bekamen, die sie abheben wollten, gingen ihre Reaktionen von Kopfschütteln bis Entsetzen. Die Quittung, die der Bankomat am Ende ausspuckte, löste das Experiment dann aber schnell wieder auf: Am Internationalen Tag für Lohngleichheit sollte das starke Geschlecht für einmal erleben, wie sich finanzielle Diskriminierung anfühlt, so die Agentur.
Verantwortlich bei Frauenzentrale Zürich: Andrea Gisler (Präsidentin), Sandra Plaza (Kommunikation & Marketing). Verantwortlich bei Publicis: Roger Rüegger, Ralph Halder, Lars Bloechlinger (Creative Directors), Conny Jaeger (Senior Art Director), Ivan Madeo (Text-Konzept), Barbara Lagger (Beratung), Beni Kaegi (FFF).
