Zu guter Letzt: breite Seite
Im Februar musste der eingedeutschte Blick Kritik von Roger Schawinski einstecken – und hat sie sich offensichtlich zu Herzen genommen.
In seinem Blogbeitrag bemängelte Schawinski unter anderem das fehlende Interesse der deutschen «Hors-sol-Blick-Chefs» an der Schweiz. Ohne Netzwerke und gesellschaftliche Kenntnisse seien sie in der «Sex and Crime»-Falle gefangen und könnten sich nicht mit den für das Land relevanten Themen auseinander setzen.
Dieses Desinteresse manifestiere sich nicht nur an der Themen-, sondern auch an der Sprachwahl der ehemaligen Bild-Leute. Mit zahlreichen Beispielen unterstrich Schawinski die Berechtigung seiner Kritik. Eines davon: «Katie Price breit wie Buddha». Während in Deutschland «breit» als Synonym für total besoffen gelte, sei bei uns der Ausdruck «absolut unverständlich». Das war natürlich masslos übertrieben, aber man wusste, was er meint.
Der Zufall wollte es, dass Katie Price – ein englisches «Busenwunder» mit psychischem Rucksack – wieder einmal zu tief ins Glas schaute. So konnten die Blick-Verantwortlichen zeigen, was sie aus der Schawinski-Kritik gelernt haben. Auf eine erstaunlich charmante Art und Weise.
Thomas Häusermann

…und auch sonst klappts mittlerweile richtig gut mit dem Verständnis – man weiss auch als Schweizer wieder, was sie meinen beim Bilck.

Bilder: Blick, 4. Dezember 2012
