Publikumsrat: «Club» unter die Lupe genommen
Der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz hat die Diskussionssendung «Club» beobachtet und mit den Verantwortlichen über seine Feststellungen gesprochen.
Junge und Frauen in der Minderheit
Die Gäste der Sendung werden gemäss Publikumsrat sorgfältig ausgewählt. Sie seien kompetent und könnten sich gut und differenziert ausdrücken. Erfreut zeigt sich der Rat darüber, dass nebst Expertinnen und Experten auch Direktbetroffene zu Wort kämen. Wichtig sei jedoch, dass alle Gäste Substanzielles zum Thema einbringen könnten. Vor allem Prominente sowie Politikerinnen und Politiker haben mehrere Ratsmitglieder in dieser Hinsicht enttäuscht. Obwohl sich der Frauenanteil unter den Gästen in letzter Zeit verbessert hat, sind weibliche Gäste immer noch in der Minderheit, stellt der Publikumsrat fest. Klar untervertreten seien Junge und Personen mit Migrationshintergrund.
Souveräne Moderation
Erfreut zeigt sich der Rat darüber, dass im «Club» mehrheitlich konstruktive Diskussionen und keine ausgesprochen kontroversen Debatten stattfinden. Die Sendung überzeuge nämlich vor allem dann, wenn es ihr gelinge, Hintergründiges zu Tage zu fördern. Die beiden Moderatorinnen des «Clubs» kommen beim Publikumsrat gut an. Beide seien jeweils bestens vorbereitet und brächten Kompetenz und Neugierde sowie ein Gespür für eine souveräne Gesprächsführung ein. Verbesserungsbedarf sieht der Rat beim Einstieg in die Diskussion.
Eine kürzere Einführung und ein nicht zu langes Redenlassen der Gäste in der ersten Runde könnten die Diskussion schneller in Schwung bringen.
