SW zur ADC-Verleihung: Bleibt doch nächstes Mal zuhause

Angenehm nüchtern sei sie gewesen, die Verleihung der ADC-Würfel, meint der Kommunikationsbeauftragte der Schweizer Werbung (SW), Urs Schnider, in seinem Kommentar «KomKom». Genervt haben ihn hingegen einige «angestrengt Unangepasste», die geschwatzt, gelacht und die Veranstaltung gestört haben. Diesen rät er: Bleibt doch einfach zuhause.

Kommentar: Kaufleuten Zürich, wir schreiben den 30. Januar 2010, es ist abends um 21 Uhr. Der ADC vergibt Würfel. Die Veranstaltung ist angenehm nüchtern, was ganz in Ordnung ist, denn hier wird Arbeit ausgezeichnet. Es gibt keine künstlichen Längen, Moderator Patrick Rohr zieht das Ganze unaufgeregt und sympathisch durch. Klar, die über 70 Arbeiten, welche gezeigt und geehrt werden, benötigen Zeit, zwischendurch denkt sich wohl die eine oder der andere weg von hier. Auch Schreibender gönnt sich hin und wieder eine Pause im Foyer.
Was aber – wie bei vielen anderen Branchenveranstaltungen – auffällt und gehörig nervt, ist ein Haufen unverbesserlicher Besucher (Gäste?), der sich unablässig gelangweilt gibt, die ganze Zeit schwatzt, lacht und die Veranstaltung stört. Warum sind die eigentlich alle hier, frage ich mich? Diese woll-bemützten, angestrengt Unangepassten, die sich unglaublich cool geben, jeden umarmen, der ihnen in die Quere kommt. Sie tun alles, um nicht «normal» zu wirken und stellen sich damit so was von ins Abseits. Leute, wenn Ihr nächstes Mal an eine Veranstaltung geht, überlegt Euch doch vorab, ob sie Euch wirklich interessiert. Manchmal dreht sich die Welt halt nicht um Euch. Wenn Euch ein Anlass derart langweilt, wie ihr es glauben machen wollt, bleibt doch einfach zuhause – das wäre dann wirklich cool.

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