Zu guter Letzt: Die Amis glotzen Zapfsäulen-TV
Dass das Fernsehgucken eines der grössten Hobbys der Amerikaner ist, wissen wir längst – vier Stunden sitzt der Durchschnitts-Ami täglich vor dem TV-Gerät. Nun macht sich ein neuer Trend im Land der unbeschränkten Möglichkeiten breit: Das Zapfsäulen-TV.
Die Idee ist zwar nicht mehr ganz neu – erst seit den vergangenen paar Monaten breitet sie sich aber rasant aus. Und so funktioniert’s: In die Tanksäulen sind Bildschirme etwa in der Grösse von iPads eingelassen. Auf Knopfdruck oder mit dem Herausziehen der Zapfpistole startet das Programm in einer Dauerschleife – Sport, Nachrichten oder das Wetter sollen dem Tankenden die lange, lange Zeit des Tankenvorgangs versüssen. Und selbstverständlich wird auch Werbung gezeigt – ein 30-Sekunden-Werbespot, der einen Monat lang läuft, soll dabei 800‘000 Dollar kosten.
Zwei Hauptkonkurrenten sind zur Zeit auf dem amerikanischen Tankstellen-TV-Markt anzutreffen: Outcast und Gas Station TV. Ersterer ist gemäss Nielsen an 13‘000 Zapfsäulen zu sehen und hat in den USA jeden Monat über 24 Millionen Zuschauer. Gas Station TV hat mit 9‘000 zwar etwas weniger Bildschirme, kommt aber auf stolze 28 Millionen Seher. Tatsächlich ein Trend also, dieses Zapfsäulen-TV. Ob es das wirklich braucht, ist fraglich. Obwohl: Rauchen darf man nicht, das Handy benutzen sollte man auch nicht, und irgendwas muss man ja schliesslich tun, während das Benzin ins Auto fliesst …

