Zu guter Letzt: Hat die SRG bald auch ein Radio 1?
Die SRG überprüft ihre Markenarchitektur. Interne und externe Markenspezialisten brüten über einem neuen Namen.
Man prüfe die Markenarchitektur aufgrund der Fusion von Radio und Fernsehen. Dies bestätigt Alex Hefter, Creative Director und Leiter Gestaltung gemäss Sonntagonline.ch. Bereits habe ein erster, SRG-interner Workshop stattgefunden. Nun stehe ein zweiter bevor. Obwohl die Entwicklung der Marken m Haus gemacht werde, hole man Zweitmeinungen von aussen ein, sagt Hefter. So nehmen auch externe Markenexperten an den Workshops teil. Offenbar stehen die Zeichen auf eine neue Namensgebung, wie Sonntagonline.ch weiter schreibt. Ein neuer Name wäre die fünfte Umbenennung in 25 Jahren. Besonders angetan hat es den SRG-Markenspezialisten offenbar das Konzept der BBC. Deren Radiosender heissen schlicht «BBC Radio 1» bis «BBC Radio 5». Bei der SRG werde nun analog geprüft, ob man die heutigen DRS-Sender als «Radio 1», «Radio 2» etc. durchnummerieren kann.
Die Sache hat nur einen Haken: «Radio 1» gibt es bereits. Und der Sender gehört dem langjährigen SRG-Kritiker und seit Neuestem Talker des Schweizer Fernsehen, Roger Schawinski. Gemäss Sonntagonline.ch sagt er, dass ihm diese Überlegungen bekannt sind. Eine offizielle Anfrage liege jedoch nicht vor. Doch Schawinski würde seine Marke auch nicht leichthin verkaufen: Er könne sich ein «solch kreativ-unmoralisches Angebot nicht einmal theoretisch vorstellen», sagt er. Er hätte für die SRG schon eine Gratis-Lösung bereit: Sie müsste einfach mit Radio 2 zu zählen anfangen. Ein Vorschlag, der wohl kaum in die Tat umgesetzt wird.
Einer Vereinheitlichung der Dachmarke SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) stünde jedoch nichts im Wege. Die Fernsehsender würden demnach neu «SRF 1» und «SRF 2» statt «SF 1» und «SF 2» heissen. Die Marke SRF könnte aber auch für das Gesamtangebot von Radio Fernsehen und Internet stehen. Entschieden sei zwar noch nichts, so Hefter, aber eine Umstellung der Markenarchitektur wäre in diesem Jahr von Vorteil, da das Fernsehen 2012 auf den neuen HD-Standard umstelle. Das «Fernseherlebnis wie im Kino: mit hoher Bildauflösung, Breitbild-Format und Surround-Ton», wie es in der Eigenwerbung heisst.
