Zu guter Letzt: Willst du mein Freund sein?

Facebook-Gewohnheiten springen plötzlich vom Rechner ins wahre Leben, virale Verhaltensmuster werden auf die Realität übertragen: Auf diese Weise führt ein Film das Absurde an Sozialen Netzwerken vor.

«Willst du mein Freund sein?», fragt der Darsteller ein paar Unbekannte.. «Vielleicht hilft es, wenn ihr euch meine Fotos anseht?», versucht er es weiter. Auch wenn dies alles mehr als skurril wirkt, ist es genau die Art und Weise wie in Netz kommuniziert wird. Die teilweise absurden Verhaltensmuster auf sozialen Netzwerken fallen kaum noch auf. Auf Twitter verfolgt der Besucher jeden, der ihm gefällt. Auf Facebook wimmelt es von Seelenstrips und langweiligen Mitteilungen über Dinge, welche man nicht einmal seinem nervigen Nachbarn beim Small-Talk zumuten würde.
Diese Fallen des Online-Lebens sind Thema der Oper «Two Boys», die am 24. Juni in der English National Opera ENO Premiere feiert. Der wenn auch etwas lange Film soll die Oper ankündigen und bewerben. Der Film macht schon mal Lust auf die Oper, aber fast noch mehr auf das reale Leben, möglichst offline und weit weg von Freundschaftsanfragen, Pokes, Followern, Likes und Comments.
 

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