«Schuster, bleib bei deinem Leisten…»
Die Expansionspläne des TPC sorgen für Unruhe in der Auftragsfilmbranche. Urs Wäckerli, Präsident des Verbands der Swiss Film and Video Producers (SFVP)
Die Expansionspläne des TPC sorgen für Unruhe in der Auftragsfilmbranche. Urs Wäckerli, Präsident des Verbands der Swiss Film and Video Producers (SFVP), hat unter seinen Mitgliedern den Puls gefühlt und der WerbeWoche folgende Stellungnahme zukommen lassen.Es mutet irgendwie seltsam an, wenn das TPC als technischer Dienstleistungsbetrieb des Schweizer Fernsehens DRS in doppelseitig-vierfarbigen Inseraten von sich plötzlich behauptet, es habe das professionelle Know-how für Imagefilme, Werbespots, Corporate-Filme, Schulungsfilme etc. Da fällt dann der dümmliche Slogan «Corporate-TV kann ja heute irgendwie jeder machen» auf das TPC selber zurück. Denn für gute Filme braucht es gute Filmemacher! Dies gilt übrigens genauso für Auftrags- und Werbefilme. Mit der professionellen Hardware, über die das TPC als Tochtergesellschaft der SRG im Überfluss verfügt, kann nur der professionelle Filmemacher auch einen professionellen Film machen.
Wir Filmproduzenten vom SFVP warnen unsere Kunden schon seit Jahren vor den so genannten «Feld-, Wald- und Wiesenproduzenten», die ohne profunde Berufserfahrung Filmproduktionen zu Dumpingpreisen anbieten.
Wenn sich nun ein aggressiv auftretendes TPC speziell für schnell und billig gemachte Auftragsproduktionen anbietet, ist ebenso Vorsicht geboten.
Uns sind inzwischen einige Beispiele bekannt, in denen das TPC mit viel zu tiefen Offerten freie Produzenten ausgebootet hat. Ob dies dank versteckter Quersubventionierung durch Konzessionsgelder möglich ist oder aus purer Verzweiflung über zu viel brachliegende Hardware geschieht, wissen wir nicht. Wir werden aber die Geschäftspraktiken des TPC weiterhin im Auge behalten. Darüber hinaus ist es grundsätzlich fraglich, ob der gesetzliche Auftrag des Service public der SRG mit den hemdsärmlig-aggessiven Geschäftspraktiken eines TPC vereinbar ist.
Wir unabhängigen Produzenten haben bis dato zuweilen Hardware und Techniker beim TPC gemietet. Dies dürfte sich nun ebenso schlagartig ändern, wie aus dem filmtechnischen Betrieb TPC über Nacht eine Produktionsfirma geworden ist. Urs Wäckerli
Wir Filmproduzenten vom SFVP warnen unsere Kunden schon seit Jahren vor den so genannten «Feld-, Wald- und Wiesenproduzenten», die ohne profunde Berufserfahrung Filmproduktionen zu Dumpingpreisen anbieten.
Wenn sich nun ein aggressiv auftretendes TPC speziell für schnell und billig gemachte Auftragsproduktionen anbietet, ist ebenso Vorsicht geboten.
Uns sind inzwischen einige Beispiele bekannt, in denen das TPC mit viel zu tiefen Offerten freie Produzenten ausgebootet hat. Ob dies dank versteckter Quersubventionierung durch Konzessionsgelder möglich ist oder aus purer Verzweiflung über zu viel brachliegende Hardware geschieht, wissen wir nicht. Wir werden aber die Geschäftspraktiken des TPC weiterhin im Auge behalten. Darüber hinaus ist es grundsätzlich fraglich, ob der gesetzliche Auftrag des Service public der SRG mit den hemdsärmlig-aggessiven Geschäftspraktiken eines TPC vereinbar ist.
Wir unabhängigen Produzenten haben bis dato zuweilen Hardware und Techniker beim TPC gemietet. Dies dürfte sich nun ebenso schlagartig ändern, wie aus dem filmtechnischen Betrieb TPC über Nacht eine Produktionsfirma geworden ist. Urs Wäckerli
