Couragiert beobachtet!

Jedes Jahr verleiht das zum Jean Frey Verlag gehörende Magazin Beobachter den Prix Courage an besonders mutige Personen, die sonst nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen.

Jedes Jahr verleiht das zum Jean Frey Verlag gehörende Magazin Beobachter den Prix Courage an besonders mutige Personen, die sonst nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen.Von Beat Frtisch Heuer präsentierte sich die Gala dazu besonders festlich, denn der Prix Courage wurde zum fünften Mal verliehen und der Beobachter feiert sein 75-Jahr-Jubiläum. Neben Bundesrätin Ruth Dreifuss beehrte auch weitere Politprominenz den Anlass.
Alt Bundesrat Otto Stich patroniert die Prix-Courage-Jury seit deren Bestehen. Das Gremium wählte wiederum eine würdige Preisträgerin. Malica Skrijelj gewann den Preis für einen langen und nervenaufreibenden Kampf für Lohngleichheit, den sie durch mehrere Instanzen auszufechten hatte und der ihr auch eine Kündigung einbrachte. Ihr Arbeitgeber zahlte der Ingenieurin aus Serbien, die im Wallis an einer Drehbank arbeitete, rund 1000 Franken weniger Lohn als den Männern im gleichen Betrieb. Also aufgepasst, Werbeagenturinhaber: Eine Beraterin muss gleich viel verdienen wie ein Berater. So stehts im Gesetz!
Der Publikumspreis ging an Siegfried Gufler, der ein Mädchen im Arosersee vor dem Ertrinken rettete und sich dafür beherzt ins eiskalte Wasser vorwagte, weil – Siegfried Gufler ist Nichtschwimmer!
Am Prix-Courage-Anlass sieht man traditionsgemäss auch Exponenten der Kommunikationsbranche, obwohl es sich nicht um die werbertypische Party handelt. Unter den Gästen von Beobachter-Verlagsleiter Peter Kümmerli befanden sich Fred Dietiker, Medialeiter der Schweizer Milchproduzenten, Daniela Camponovo von Camponovo und Partner, die Werber Daniel Matter und Fredy Collioud, MGB-Werbeleiter Beat Mühlemann oder Roger Berthoud von der Basler Agentur Schneider Berthoud. Aber auch Marco Lehner von Metzgerlehner, Christa Holenstein vom Werbehaus Zürich, Pick-Pay-Werbeleiterin Sandra Ulrich mit Beat Stähli von Plakanda oder Epa-Werbeleiter Jürg Kräuchi. Sie alle genossen ein volles Programm, das neben der Verleihung Showblocks mit afrikanischem Ausdruckstanz, eine Dürrenmatt-Lesung von Dietmar Schönherr und zu guter Letzt die Walliser Rocklady Sina beinhaltete.
Erstaunlich übrigens, wie sich manchmal auch in der eher als langsam bekannten Schweiz Dinge schnell ändern können. Der abtretende Beobachter-Inhaber hat da ganz neue Benchmarks gesetzt. So müsste Prix-Courage-Moderator Röbi Koller heute bereits eine andere, überarbeitete Ansage halten als diejenige, welche die Gäste letzte Woche hörten. Da war noch die Rede von Matthias Hagemann, der nun nicht mehr da sei; und von Michael Ringier, der noch nicht da sei. Nun, eine Woche später war dann Hagemann nochmals kurz da. Dafür dürfte Ringier gar nicht mehr kommen. Und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die Geladenen letztlich werden sich heute sicher fragen, wer denn jetzt unter all den Abwesenden die wirklichen Gastgeber waren.
Die ganze Geschichte könnte auch Konsequenzen für den Akzidenzdruck am Rheinknie haben, meinen böse Zungen. Man hörte, dass Produktionsverantwortliche im Moment ihre Aufträge nur mit ungutem Gefühl an die Basler vergeben. Könnte ja sein, dass Hagemann zwei Stunden vor dem Farbabgleichtermin vor Ort anrufe, um mitzuteilen, dass der Auftrag platze. Es sei gerade die Druckmaschine verkauft worden, weil halt per Zufall ein Interessent vorbeigekommen sei. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Beat Fritsch

besuchte im Zürcher Volkshaus die Verleihung des Prix Courage. Gekoppelt mit dem 75-Jahr-Jubiläum des Beobachters war der Anlass natürlich in Windeseile ausgebucht, und entsprechend eng wars an den Tischen. Neben Politpromis im Multipack gabs auch viele Vertreter aus der Kommunikationsbranche. Beobachter-Gründer Max Ras hätte seine hellste Freude daran gehabt. Er war nämlich ein Werber!
Wer sonst noch Jubiläen feiert, an Werberpartys zusammenkommt oder sich edel bewirten lässt, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten [email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

More articles on the topic