Wo gehts hier in die Stadt?
Service Weniger New business für multis Laut einer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitierten Studie der Credit Suisse First Boston haben 2001 die acht grössten Werbekonzerne zusammen netto Etats im Volumen von 4,6 Milliarden Dollar (20
Die HGKK in Bern bietet europaweit eine einmalige Ausbildung in Signaletik anVon Simone Keller Die Hochschule für Gestaltung, Kunst und Konservierung (HGKK) in Bern bietet als erste Schule in Europa ein Nachdiplomstudium in Signaletik an. Der neue Lehrgang soll der wachsenden Komplexität des urbanen Raums in Planung und Ausführung Rechnung tragen.
In seiner gewohnten Umgebung findet sich der Mensch fast blind zurecht. Verlässt er aber die vertrauten Strassenbilder, besucht er eine andere Stadt oder gar ein anderes Land, müssen ihm die neuen Zusammenhänge erklärt werden, damit er sich orientieren kann. Die Entwicklung eines effizienten Orientierungssystems zur Navigation durch ein Gelände ist Inhalt der Signaletik.
Ab diesem Herbst bietet die Berner HGKK als europäische Pionierin ein umfassendes, praxisorientiertes Nachdiplomstudium (NDS) auf diesem Gebiet an. «Wir leben in einer Zeit, in der die Informationsbedürfnisse im öffentlichen Raum zunehmen, weil die Umwelt mit grösseren Gebäuden und komplizierter gewordenen Systemen immer unübersichtlicher wird», erklärt Christian Jaquet, Studienleiter visuelle Kommunikation an der HGKK, die Bedürfnislage. Hauptinitiant und Studienleiter des NDS ist der Basler Designer Theo Ballmer, der auch für das signaletische Konzept des Flughafens Frankfurt verantwortlich zeichnet.
Damit sich Besucher oder Benutzer öffentlicher Räume orientieren können, müssen ihnen diese erklärt werden. Ein Signaletik-Konzept schlüsselt die räumlichen Informationen – kultureller, geschichtlicher oder sozialer Art – auf, um sie visuell darzustellen. Der Begriff Signaletik wurde eingeführt, um die auf Inhaltsvermittlung bezogenen Informationssysteme von den «einfachen» Signalsystemen zu unterscheiden.
Eine wichtige Rolle bei der Konzeption des urbanen Raums spielt die intensive Kommunikation zwischen den planenden und ausführenden Spezialisten. Deren Anliegen zu koordinieren, ist eine der zentralen Aufgaben des Signaletikers. Ein solcher Austausch hat gemäss Theo Ballmer im Fall des Bahnhofplatzes seiner Wohnstadt Basel nicht stattgefunden. Bei der Planung des Tramsystems habe man alle anderen Verkehrsteilnehmer vergessen, meint er.
Der zweijährige, berufsbegleitende Lehrgang richtet sich in erster Linie an Architekten, Planer und Ingenieure. Aber auch Soziologen, Wirtschafts- und Tourismusfachleuten sowie Personen aus Verwaltung und Verkehrsbetrieben steht das Nachdiplomstudium offen. Dementsprechend finden sich unter den dozierenden Spezialisten neben Designern und Architekten auch Psychologen, Urbanisten sowie Juristen, die unter der Leitung von Theo Ballmer die einzelnen Studieneinheiten betreuen.
Grosses Interesse für die einzigartige Ausbildung
Während im ersten Semester schwerpunktmässig der theoretische Sockel aufgebaut wird, erarbeiten die Studierenden danach in Gruppen signaletische Konzepte für konkrete Auftraggeber, wie zum Beispiel die Stadt Burgdorf oder den Flughafen Genf. Der Unterricht findet jede zweite Woche jeweils am Freitag und Samstag in den Räumen der HGKK in Bern-Bümpliz statt.
Obwohl die neue Ausbildung seit Bekanntwerden auf breites Interesse gestossen ist, konnten sich bis Ende Januar nur 6 von 90 Interessenten zu einer Anmeldung entschliessen. Bei der HGKK vermutet man deshalb, dass für viele die Anmeldefrist nach Bekanntgabe des Lehrgangs zu kurzfristig angesetzt war. Der Anmeldeschluss wurde deshalb ein erstes Mal von Januar auf März und neu bis Ende Juni verlängert, der Studienbeginn entsprechend auf den 27. September verschoben.
In seiner gewohnten Umgebung findet sich der Mensch fast blind zurecht. Verlässt er aber die vertrauten Strassenbilder, besucht er eine andere Stadt oder gar ein anderes Land, müssen ihm die neuen Zusammenhänge erklärt werden, damit er sich orientieren kann. Die Entwicklung eines effizienten Orientierungssystems zur Navigation durch ein Gelände ist Inhalt der Signaletik.
Ab diesem Herbst bietet die Berner HGKK als europäische Pionierin ein umfassendes, praxisorientiertes Nachdiplomstudium (NDS) auf diesem Gebiet an. «Wir leben in einer Zeit, in der die Informationsbedürfnisse im öffentlichen Raum zunehmen, weil die Umwelt mit grösseren Gebäuden und komplizierter gewordenen Systemen immer unübersichtlicher wird», erklärt Christian Jaquet, Studienleiter visuelle Kommunikation an der HGKK, die Bedürfnislage. Hauptinitiant und Studienleiter des NDS ist der Basler Designer Theo Ballmer, der auch für das signaletische Konzept des Flughafens Frankfurt verantwortlich zeichnet.
Damit sich Besucher oder Benutzer öffentlicher Räume orientieren können, müssen ihnen diese erklärt werden. Ein Signaletik-Konzept schlüsselt die räumlichen Informationen – kultureller, geschichtlicher oder sozialer Art – auf, um sie visuell darzustellen. Der Begriff Signaletik wurde eingeführt, um die auf Inhaltsvermittlung bezogenen Informationssysteme von den «einfachen» Signalsystemen zu unterscheiden.
Eine wichtige Rolle bei der Konzeption des urbanen Raums spielt die intensive Kommunikation zwischen den planenden und ausführenden Spezialisten. Deren Anliegen zu koordinieren, ist eine der zentralen Aufgaben des Signaletikers. Ein solcher Austausch hat gemäss Theo Ballmer im Fall des Bahnhofplatzes seiner Wohnstadt Basel nicht stattgefunden. Bei der Planung des Tramsystems habe man alle anderen Verkehrsteilnehmer vergessen, meint er.
Der zweijährige, berufsbegleitende Lehrgang richtet sich in erster Linie an Architekten, Planer und Ingenieure. Aber auch Soziologen, Wirtschafts- und Tourismusfachleuten sowie Personen aus Verwaltung und Verkehrsbetrieben steht das Nachdiplomstudium offen. Dementsprechend finden sich unter den dozierenden Spezialisten neben Designern und Architekten auch Psychologen, Urbanisten sowie Juristen, die unter der Leitung von Theo Ballmer die einzelnen Studieneinheiten betreuen.
Grosses Interesse für die einzigartige Ausbildung
Während im ersten Semester schwerpunktmässig der theoretische Sockel aufgebaut wird, erarbeiten die Studierenden danach in Gruppen signaletische Konzepte für konkrete Auftraggeber, wie zum Beispiel die Stadt Burgdorf oder den Flughafen Genf. Der Unterricht findet jede zweite Woche jeweils am Freitag und Samstag in den Räumen der HGKK in Bern-Bümpliz statt.
Obwohl die neue Ausbildung seit Bekanntwerden auf breites Interesse gestossen ist, konnten sich bis Ende Januar nur 6 von 90 Interessenten zu einer Anmeldung entschliessen. Bei der HGKK vermutet man deshalb, dass für viele die Anmeldefrist nach Bekanntgabe des Lehrgangs zu kurzfristig angesetzt war. Der Anmeldeschluss wurde deshalb ein erstes Mal von Januar auf März und neu bis Ende Juni verlängert, der Studienbeginn entsprechend auf den 27. September verschoben.
