«L’appétit vient en mangeant»
Die Verlagsgruppe Hersant zeigt Begehrlichkeiten für den Westschweizer Pressemarkt
Die Verlagsgruppe Hersant zeigt Begehrlichkeiten für den Westschweizer PressemarktVon Anita Vaucher Der westschweizer Lokalmatador Edipresse bekommt definitiv ernsthafte Konkurrenz. Bereits im letzten Sommer hat die französische Verlagsgruppe Hersant Fuss gefasst in der Romandie. Die beiden Regionalzeitungen in Neuenburg dürften nicht die letzten sein, die Hersant kaufen will.
Die Société Neuchâteloise de Presse (SNP), welche die beiden Regionalzeitungen L’Express de Neuchâtel und L’Impartial herausgibt, verhandelt zurzeit mit der französischen Verlagsgruppe Hersant um eine Mehrheitsübernahme des Neuenburger Verlags. Hersant hat bereits im vergangenen Jahr in der Romandie das Regionalblatt La Côte erworben.
Fabien Wolfrath, der 1978 zusammen mit seinem Bruder Christian das Familienunternehmen SNP von seinem Vater übernommen hat, entschloss sich zu diesem Schritt, weil keine geeigneten Nachkommen den Verlag weiterführen können.
Überrascht von den Verhandlungen waren vor allem einige Partner von SNP, wie PubliGroupe oder das Journal du Jura, das die News am Vorabend der offiziellen Bekanntgabe vernahm. Zum definitiven Vertragsabschluss soll es aber erst in einigen Monaten kommen, heisst es von Seiten der SNP.
Für die regionalen Zeitungen wäre dieser Deal, wenn er denn tatsächlich zu Stande kommt, eine Warnung und gleichzeitig eine unmissverständliche Aufforderung, noch enger zusammenzuarbeiten, um gemeinsam Stärke zu zeigen.
In Gefahr wäre in Zukunft schliesslich auch das Romandie-Combi, die gemeinsame Inserateplattform der verschiedenen Westschweizer Regionalzeitungen, wenn der Westschweizer Pressemarkt inskünftig zwischen der französischen Gruppe und Edipresse aufgeteilt würde.
Letztere verfolgt die neuesten Verhandlungen mit einigem Stirnrunzeln. Die Übermacht der grössten Westschweizer Verlagsgruppe weckt unweigerlich das Interesse der Wettbewerbskommission. Dies musste Edipresse bereits im vergangenen Jahr bitter erfahren, als der Verlag ebenfalls Interesse an La Côte zeigte, von der Wettbewerbskommission aber ein Njet signalisiert bekam. Und da die Wettbewerbskommission weiterhin die Aktivitäten von Edipresse im Visier hat, besitzt Hersant zumindest im Moment eindeutig die besseren Karten und kann sich in der Westschweiz vorläufig ungehindert nach weiteren Kaufobjekten umsehen.
Die Société Neuchâteloise de Presse (SNP), welche die beiden Regionalzeitungen L’Express de Neuchâtel und L’Impartial herausgibt, verhandelt zurzeit mit der französischen Verlagsgruppe Hersant um eine Mehrheitsübernahme des Neuenburger Verlags. Hersant hat bereits im vergangenen Jahr in der Romandie das Regionalblatt La Côte erworben.
Fabien Wolfrath, der 1978 zusammen mit seinem Bruder Christian das Familienunternehmen SNP von seinem Vater übernommen hat, entschloss sich zu diesem Schritt, weil keine geeigneten Nachkommen den Verlag weiterführen können.
Überrascht von den Verhandlungen waren vor allem einige Partner von SNP, wie PubliGroupe oder das Journal du Jura, das die News am Vorabend der offiziellen Bekanntgabe vernahm. Zum definitiven Vertragsabschluss soll es aber erst in einigen Monaten kommen, heisst es von Seiten der SNP.
Für die regionalen Zeitungen wäre dieser Deal, wenn er denn tatsächlich zu Stande kommt, eine Warnung und gleichzeitig eine unmissverständliche Aufforderung, noch enger zusammenzuarbeiten, um gemeinsam Stärke zu zeigen.
In Gefahr wäre in Zukunft schliesslich auch das Romandie-Combi, die gemeinsame Inserateplattform der verschiedenen Westschweizer Regionalzeitungen, wenn der Westschweizer Pressemarkt inskünftig zwischen der französischen Gruppe und Edipresse aufgeteilt würde.
Letztere verfolgt die neuesten Verhandlungen mit einigem Stirnrunzeln. Die Übermacht der grössten Westschweizer Verlagsgruppe weckt unweigerlich das Interesse der Wettbewerbskommission. Dies musste Edipresse bereits im vergangenen Jahr bitter erfahren, als der Verlag ebenfalls Interesse an La Côte zeigte, von der Wettbewerbskommission aber ein Njet signalisiert bekam. Und da die Wettbewerbskommission weiterhin die Aktivitäten von Edipresse im Visier hat, besitzt Hersant zumindest im Moment eindeutig die besseren Karten und kann sich in der Westschweiz vorläufig ungehindert nach weiteren Kaufobjekten umsehen.
