Durchzug der Windkuriere
Lang Gysi Knoll bläst dem Markt den USP von Swiss-Kurier ein
Lang Gysi Knoll bläst dem Markt den USP von Swiss-Kurier einVon Ernst WeberIn einem Folgeauftritt fährt Lang Gysi Knoll (LGK), Bern, fort, das Image für Swiss-Kurier aus der Luft zu greifen: So entsteht auf witzige Weise viel Wind um den schnellen Dienst der Post AG.
Der Kurierdienst der Post, Swiss-Kurier, ist mit derzeit 64 Standorten, knapp 400 Mitarbeitenden und einem durchschnittlichen Marktanteil von rund 50 Prozent der führende Schweizer Kurier. Im Lokaldistanzbereich beträgt der Anteil nach eigenen Erhebungen etwa 20 Prozent, was immer noch die Marktführerschaft bedeutet, auf nationalen Strecken liegt er über 60 Prozent.
Dass Grösse aber vor existenziellen Notlagen nicht schützt, musste der zur Expresspost gehörende Leistungsbereich 1998/99 erfahren: Um in der durch starke regionale und lokale Anbieter geprägten, atomisierten Konkurrenzsituation zu überleben, wurden damals die Dienstleistungen im Rahmen eines substanziellen Redesigns auf ein «marktgerechtes Mass» reduziert. «Da wir kein Billiganbieter sein können, sind wir vor allem im lokalen Bereich stark herausgefordert», sagt Adrian Hunzinger, Leiter Expresspost.
Wirkung zeitigte die Bereinigung laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr, als die in Bern domizilierte Expresspost, deren Angebot auch den klassischen Expressdienst beinhaltet, als Ganzes schwarze Zahlen schrieb.
Werblich wird Swiss-Kurier seit der Zeit des Umbruchs von LGK betreut. Zu Beginn der Zusammenarbeit habe die Positionierung noch Haken geschlagen, da einmal der Kurierdienst beworben worden, ein anderes Mal die klassische Expressdienstleistung der ehemaligen Monopolistin Gegenstand der Werbeaktivitäten gewesen sei, meint Nicole Huber, Mitinhaberin von LGK. Erst seit ungefähr zwei Jahren managt die Expresspost in ihrer Kommunikation Swiss-Kurier im Sinne der Markenführung.
Eine starke Kampagne noch stärker gemacht
Die neue Kampagne der Berner Agentur setzt diese Kontinuität fort. Sie bleibt bei der windigen Positionierungsidee, auf deren Basis bereits im vergangenen Jahr eine vom Art Directors Club Schweiz mit Silber ausgezeichnete TV-Spotserie realisiert worden war. Während jene aber quasi lediglich Wind um Swiss-Kurier machte, trägt der aktuelle Auftritt nun gleichsam pneumatische Züge: nämlich in Form des geistreichen Witzes.
«Wir wussten, dass der Auftritt ein wenig frecher werden musste, nachdem sich das Publikum an die Tonalität der ersten Spotserie gewöhnt hatte», sagt Nicole Huber.
Die Spots – sie schliessen mit dem aus dem Off gesprochenen Slogan «Die Post hat einen Kurier. Und der ist schnell. Sehr schnell sogar» – vertiefen die Positionierung, wonach der vor allem aufs Inlandgeschäft konzentrierte Swiss-Kurier wie der Wind in jede Ecke der Schweiz fegt. Sie beobachten, was die Winde «anrichten», die die forsch durch die Gegend sausenden Kurierfahrzeuge verursachen.
So springt etwa der Ball eines schwarzen Streetballspielers, der, mehr gelangweilt als cool, einige Kunststücke versucht, plötzlich nicht mehr vom Boden in des Spielers Hände zurück, sondern fliegt, von einer Böe ergriffen, als hätte Michael Jordan ihn geworfen, in einen offen stehenden Abfalleimer, der seitlich hinter dem Streetballspieler steht.
Noch Schlimmeres widerfährt einem Hund, der sich eben einen Cupido-Brunnen zur Verrichtung eines Geschäftes ausgesucht hat. Kaum beginnt der Rüde zu pinkeln, trifft ihn der vom Wind des vorbeijagenden Kurierfahrzeuges abgelenkte Wasserstrahl des Brunnens. Erschrocken rennt er weg, um sogleich bellend an den verhexten Ort zurückzukehren.
Das Tier, das quasi an imperativem Harndrang leidet, hob übrigens bereits für Guye Benker (damals noch Guye&Partner) einmal das Bein. In einem TV-Spot für Winner.ch nässte es auf Befehl seines Herrchen ein Paar in einem Treppenhaus stehende Schuhe eines ungeliebten Nachbarn.
Der Kurierdienst der Post, Swiss-Kurier, ist mit derzeit 64 Standorten, knapp 400 Mitarbeitenden und einem durchschnittlichen Marktanteil von rund 50 Prozent der führende Schweizer Kurier. Im Lokaldistanzbereich beträgt der Anteil nach eigenen Erhebungen etwa 20 Prozent, was immer noch die Marktführerschaft bedeutet, auf nationalen Strecken liegt er über 60 Prozent.
Dass Grösse aber vor existenziellen Notlagen nicht schützt, musste der zur Expresspost gehörende Leistungsbereich 1998/99 erfahren: Um in der durch starke regionale und lokale Anbieter geprägten, atomisierten Konkurrenzsituation zu überleben, wurden damals die Dienstleistungen im Rahmen eines substanziellen Redesigns auf ein «marktgerechtes Mass» reduziert. «Da wir kein Billiganbieter sein können, sind wir vor allem im lokalen Bereich stark herausgefordert», sagt Adrian Hunzinger, Leiter Expresspost.
Wirkung zeitigte die Bereinigung laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr, als die in Bern domizilierte Expresspost, deren Angebot auch den klassischen Expressdienst beinhaltet, als Ganzes schwarze Zahlen schrieb.
Werblich wird Swiss-Kurier seit der Zeit des Umbruchs von LGK betreut. Zu Beginn der Zusammenarbeit habe die Positionierung noch Haken geschlagen, da einmal der Kurierdienst beworben worden, ein anderes Mal die klassische Expressdienstleistung der ehemaligen Monopolistin Gegenstand der Werbeaktivitäten gewesen sei, meint Nicole Huber, Mitinhaberin von LGK. Erst seit ungefähr zwei Jahren managt die Expresspost in ihrer Kommunikation Swiss-Kurier im Sinne der Markenführung.
Eine starke Kampagne noch stärker gemacht
Die neue Kampagne der Berner Agentur setzt diese Kontinuität fort. Sie bleibt bei der windigen Positionierungsidee, auf deren Basis bereits im vergangenen Jahr eine vom Art Directors Club Schweiz mit Silber ausgezeichnete TV-Spotserie realisiert worden war. Während jene aber quasi lediglich Wind um Swiss-Kurier machte, trägt der aktuelle Auftritt nun gleichsam pneumatische Züge: nämlich in Form des geistreichen Witzes.
«Wir wussten, dass der Auftritt ein wenig frecher werden musste, nachdem sich das Publikum an die Tonalität der ersten Spotserie gewöhnt hatte», sagt Nicole Huber.
Die Spots – sie schliessen mit dem aus dem Off gesprochenen Slogan «Die Post hat einen Kurier. Und der ist schnell. Sehr schnell sogar» – vertiefen die Positionierung, wonach der vor allem aufs Inlandgeschäft konzentrierte Swiss-Kurier wie der Wind in jede Ecke der Schweiz fegt. Sie beobachten, was die Winde «anrichten», die die forsch durch die Gegend sausenden Kurierfahrzeuge verursachen.
So springt etwa der Ball eines schwarzen Streetballspielers, der, mehr gelangweilt als cool, einige Kunststücke versucht, plötzlich nicht mehr vom Boden in des Spielers Hände zurück, sondern fliegt, von einer Böe ergriffen, als hätte Michael Jordan ihn geworfen, in einen offen stehenden Abfalleimer, der seitlich hinter dem Streetballspieler steht.
Noch Schlimmeres widerfährt einem Hund, der sich eben einen Cupido-Brunnen zur Verrichtung eines Geschäftes ausgesucht hat. Kaum beginnt der Rüde zu pinkeln, trifft ihn der vom Wind des vorbeijagenden Kurierfahrzeuges abgelenkte Wasserstrahl des Brunnens. Erschrocken rennt er weg, um sogleich bellend an den verhexten Ort zurückzukehren.
Das Tier, das quasi an imperativem Harndrang leidet, hob übrigens bereits für Guye Benker (damals noch Guye&Partner) einmal das Bein. In einem TV-Spot für Winner.ch nässte es auf Befehl seines Herrchen ein Paar in einem Treppenhaus stehende Schuhe eines ungeliebten Nachbarn.
