Politisiert die Shopper
Die zusammengelegten Einkaufszentren setzen auf Wyler Werbung
Die zusammengelegten Einkaufszentren setzen auf Wyler WerbungVon Luca Aloisi Mit der Fusion von Shoppi und Tivoli haben nicht nur Führung und Verwaltung geändert. Eine einheitliche Marketingplattform soll die geplanten Umstrukturierungsmassnahmen begleiten. In der ersten Kampagne persifliert Wyler Werbung den Wahlkampf.
Die letzte Konjunkturbastion – der Detailhandel – ist in der Schweiz 2001 entgegen der Konsumentenstimmung nicht ins Wanken geraten. Trotzdem verzeichnete das zweitgrösste Schweizer Shopping-Center in Spreitenbach einen leichten Umsatzrückgang von 2,7 Prozent auf 462 Millionen Franken. Der Konkurrent in Wallisellen hingegen konnte um 0,5 Prozent leicht wachsen.
In Spreitenbach hat man die Zeichen verstanden und darauf reagiert; mit der Zusammenlegung beider Zentren wurde ein erster Schritt Richtung langfristige Wertsteigerung getan. Das ist in dieser Zeit auch bitter nötig, in der der tägliche Einkauf immer mehr als Last empfunden wird, die Konkurrenz durch Bahnhof-Shopping-Centers wächst und die Margen dagegen immer dünner werden. Deshalb versuchen Shopping-Centers mit neuen freizeit- wie erlebnisorientierten Konzepten und einem optimalen Mieter-Mix immer wählerischere Einzelhandelsfilialisten und Konsumenten anzulocken. Anders sind Marktanteile und gesundes Wachstum kaum zu sichern.
Positionsstärkung geht nur mit auffälliger Kommunikation
Einkaufen sollte Spass machen, lautete die Absicht der Gründer des Shoppi (1970) und erst recht vier Jahre später bei der Eröffnung des Tivoli. Die Begeisterung hielt sich aber auch nach Renovationen in den Neunzigerjahren in Grenzen. Um die Zielgruppe der jungen Familien zu erreichen, plant Marketingleiter Peter Binggeli für die nächsten Jahre mehrere Umbauprojekte: Vom grossen Kinderparadies über Neudisponierung von Flächen bis hin zu architektonischen Eingriffen, die die Fusion sichtbar und den Geschäfte-Mix attraktiver machen.
Flankierend dazu wird die Marketingkommunikation intensiviert. Glücklich darüber, den hoch dekorierten Glatt-Werber gewonnen zu haben, ist Binggeli jetzt gespannt, wie die Reaktionen auf die neue Kampagne ausfallen. Mit grafischen und inhaltlichen Anleihen bei den Bundesratsparteien hat CD Ruedi Wyler einen provokativen Auftritt entwickelt. Völlig unbeabsichtigt sei das Fehlen eines «SP-Motivs», so Wyler. Böse Zungen führen dies genüsslich auf die zurzeit verworrene Situation der Parteileitung zurück.
Die letzte Konjunkturbastion – der Detailhandel – ist in der Schweiz 2001 entgegen der Konsumentenstimmung nicht ins Wanken geraten. Trotzdem verzeichnete das zweitgrösste Schweizer Shopping-Center in Spreitenbach einen leichten Umsatzrückgang von 2,7 Prozent auf 462 Millionen Franken. Der Konkurrent in Wallisellen hingegen konnte um 0,5 Prozent leicht wachsen.
In Spreitenbach hat man die Zeichen verstanden und darauf reagiert; mit der Zusammenlegung beider Zentren wurde ein erster Schritt Richtung langfristige Wertsteigerung getan. Das ist in dieser Zeit auch bitter nötig, in der der tägliche Einkauf immer mehr als Last empfunden wird, die Konkurrenz durch Bahnhof-Shopping-Centers wächst und die Margen dagegen immer dünner werden. Deshalb versuchen Shopping-Centers mit neuen freizeit- wie erlebnisorientierten Konzepten und einem optimalen Mieter-Mix immer wählerischere Einzelhandelsfilialisten und Konsumenten anzulocken. Anders sind Marktanteile und gesundes Wachstum kaum zu sichern.
Positionsstärkung geht nur mit auffälliger Kommunikation
Einkaufen sollte Spass machen, lautete die Absicht der Gründer des Shoppi (1970) und erst recht vier Jahre später bei der Eröffnung des Tivoli. Die Begeisterung hielt sich aber auch nach Renovationen in den Neunzigerjahren in Grenzen. Um die Zielgruppe der jungen Familien zu erreichen, plant Marketingleiter Peter Binggeli für die nächsten Jahre mehrere Umbauprojekte: Vom grossen Kinderparadies über Neudisponierung von Flächen bis hin zu architektonischen Eingriffen, die die Fusion sichtbar und den Geschäfte-Mix attraktiver machen.
Flankierend dazu wird die Marketingkommunikation intensiviert. Glücklich darüber, den hoch dekorierten Glatt-Werber gewonnen zu haben, ist Binggeli jetzt gespannt, wie die Reaktionen auf die neue Kampagne ausfallen. Mit grafischen und inhaltlichen Anleihen bei den Bundesratsparteien hat CD Ruedi Wyler einen provokativen Auftritt entwickelt. Völlig unbeabsichtigt sei das Fehlen eines «SP-Motivs», so Wyler. Böse Zungen führen dies genüsslich auf die zurzeit verworrene Situation der Parteileitung zurück.
