Auftritt im Grenzbereich
Pro Infirmis kämpft mit der neuen Plakatkampagne weiter gegen Vorurteile
Pro Infirmis kämpft mit der neuen Plakatkampagne weiter gegen VorurteileDer Schweizer Theaterregisseur Stefan Bachmann löste in Dänemark einen Skandal aus. Seine «Hamlet»-Inszenierung platzte, weil sich mehrere Schauspieler an Bachmanns theatralischem Grenzgang störten: Darin hätte Christina, eine 35-jährige, am Down-Syndrom leidende Frau, die Ophelia spielen sollen. Verschiedene Darsteller befürchteten, dass Christina zur Schau gestellt werde und ihre Integrität nicht zu schützen vermöge. Sowohl ihre Eltern als auch der Behindertenverband unterstützten das Experiment.Beim Blick auf die neue Imagekampagne von Pro Infirmis wähnt man sich in einem fortschrittlicheren Land. Hier treten sieben Mütter und Väter mit ihren behinderten Babys und Kleinkindern gegen die Diskriminierung im Alltag auf. Viel stärker als in der Vorgängerkampagne stellten sich die Verantwortlichen möglichen ethischen Bedenken. Seite 6
