Der Menschen Feind
FCBLK bewirbt die neue Saison des Theaters Neumarkt mit Wildplakaten
FCBLK bewirbt die neue Saison des Theaters Neumarkt mit WildplakatenVon Ernst Weber Seit drei Jahren betreut die in Wallisellen ansässige Werbeagentur FCB Leutenegger Krüll (FCBLK) die Kampagnen zur Eröffnung der neuen Spielzeiten des Theaters Neumarkt. Dieses Jahr hat die Direktion ihre Stücke unter das Motto «Jeder Mensch ist ein Abgrund» gestellt. Die dunklen Seiten der menschlichen Existenz präsentiert die Agentur auf Wildplakaten.
FCBLK realisiert ihre Kampagnen für die Bühne in der Altstadt Zürichs zu «sehr reduzierten Konditionen». Dies hat aber nicht zu bedeuten, dass die Walliseller nur mit halber Kreativkraft inszenieren – im Gegenteil. Für die verschiedenen Stücke scheuten sie sich nicht vor makabren und zynischen Umsetzungen.
Das Motiv zur Ankündigung des Stückes «Gesäubert» der britischen Autorin Sarah Kane etwa stellt das Herz als zu entsorgenden Unrat dar. Das Stück handelt von der Unfähigkeit zu wahrer Liebe. Durch einen Benzinkanister in Form eines Sarges wird Daniel Danis’ Stück «Kieselasche» visualisiert. Darin geht es um einen Mann, der am Tod seiner Frau – sie wurde ermordet – zerbricht. Von der Verzweiflung in den Wahnsinn getrieben, steckt er sein Haus in Brand und kommt in den Flammen um.
Und für die Uraufführung von «Stabat Mater» wirbt das Kreuz Christi. Dargestellt wird es durch eine mit einem zweiten Griffbrett versehene Violine, das quer zum regulären verläuft. In «Stabat Mater» bringt das Amar-Quartett die Passion Christi und die Schmerzen Marias in der Musik Pergolesis mit einem Text von Andreas Sauter und Bernhard Studlar «in eine ergreifende musikalische Form».
«Die Kampagne soll signalisieren, dass diese Spielzeit noch mehr als die beiden vorhergehenden unter die Haut geht», erklärt CD Mike Krüll die rigorosen Sujets.
Die Kointendanten Crescentia Dünsser und Otto Kukla scheinen offenbar durch die Ereignisse der vergangenen zwölf Monate zum diesjährigen Spielzeitmotto inspiriert worden zu sein. Der 11.September und die darauf folgenden Ereignisse wie der Gotthardtunnel-Brand, das Swissair-Grounding und der Amoklauf im Zuger Rathaus liessen die Direktion nach Stücken Ausschau halten, in denen die Abgründe menschlichen Handelns in extremis dargestellt werden.
FCBLK realisiert ihre Kampagnen für die Bühne in der Altstadt Zürichs zu «sehr reduzierten Konditionen». Dies hat aber nicht zu bedeuten, dass die Walliseller nur mit halber Kreativkraft inszenieren – im Gegenteil. Für die verschiedenen Stücke scheuten sie sich nicht vor makabren und zynischen Umsetzungen.
Das Motiv zur Ankündigung des Stückes «Gesäubert» der britischen Autorin Sarah Kane etwa stellt das Herz als zu entsorgenden Unrat dar. Das Stück handelt von der Unfähigkeit zu wahrer Liebe. Durch einen Benzinkanister in Form eines Sarges wird Daniel Danis’ Stück «Kieselasche» visualisiert. Darin geht es um einen Mann, der am Tod seiner Frau – sie wurde ermordet – zerbricht. Von der Verzweiflung in den Wahnsinn getrieben, steckt er sein Haus in Brand und kommt in den Flammen um.
Und für die Uraufführung von «Stabat Mater» wirbt das Kreuz Christi. Dargestellt wird es durch eine mit einem zweiten Griffbrett versehene Violine, das quer zum regulären verläuft. In «Stabat Mater» bringt das Amar-Quartett die Passion Christi und die Schmerzen Marias in der Musik Pergolesis mit einem Text von Andreas Sauter und Bernhard Studlar «in eine ergreifende musikalische Form».
«Die Kampagne soll signalisieren, dass diese Spielzeit noch mehr als die beiden vorhergehenden unter die Haut geht», erklärt CD Mike Krüll die rigorosen Sujets.
Die Kointendanten Crescentia Dünsser und Otto Kukla scheinen offenbar durch die Ereignisse der vergangenen zwölf Monate zum diesjährigen Spielzeitmotto inspiriert worden zu sein. Der 11.September und die darauf folgenden Ereignisse wie der Gotthardtunnel-Brand, das Swissair-Grounding und der Amoklauf im Zuger Rathaus liessen die Direktion nach Stücken Ausschau halten, in denen die Abgründe menschlichen Handelns in extremis dargestellt werden.
