24 Stunden glückliche Leser
Simko schreibt für 24 Heures die Orthografie neu
Simko schreibt für 24 Heures die Orthografie neuVon Anita Vaucher Die Westschweizer Tageszeitung 24 Heures erscheint ab Anfang September in zwei getrennten Ausgaben, je eine für die Stadt- und für die Landbevölkerung. Die Genfer Agentur Simko dachte sich für die Positionierungskampagne Wortspiele aus.
Die Waadtländer werden in den nächsten Wochen Ortschaften wie Luins, Bex, Bottens, aber auch Quartiernamen wie La Sallaz, Palud, Vennes neu buchstabieren lernen und erstaunt feststellen, was Simko zu diesen Namen so alles eingefallen ist. Wortspielereien, die eine grosszügige Interpretation der Orthografie voraussetzen, weisen auf die vielen Vorzüge von 24 Heures hin – wobei die Waadtländer Ortsnamen geschickt einbezogen werden.
Diese Print- und Plakatkampagne, die ab 7. September im ganzen Kanton Waadt zu sehen sein wird, soll die Tageszeitung
24 Heures aus dem Verlag Edipresse als das Leibblatt der Waadtländer positionieren. Denn neu wird 24 Heures mit je einem separaten Bund für die Stadt- und Landbevölkerung erscheinen. Eine Studie hat gezeigt, dass die Städter nicht unbedingt die gleichen Interessen und Vorlieben haben wie die Landbevölkerung.
Der Relaunch von 1999 hat bei den Lesern Anklang gefunden, die Verkaufszahlen blieben indes hinter den Erwartungen zurück. In den vergangenen zehn Jahren sank die Auflage um sechs Prozent – Zeit zum Handeln.
Gerade die Stadtleser, auf die immerhin 45% der Gesamtauflage entfallen, wurden dem Blatt zusehends untreu, weil sie mehr lokale Infos wollen. Die Gratiszeitung Lausanne Cité hat mit ihrer Positionierung als Lokalblatt der Westschweizer Zeitung in diesem Segment ordentlich Leser abgeworben.
Die Genfer Agentur Simko bringt mit amüsanten Wortspielereien und in Verbindung mit der Vielfalt des Kantons die Vorzüge von 24 Heures auf den Punkt. Es sei schliesslich der humorvolle Approach gewesen, der die Verantwortlichen auf Verlagsseite von der Arbeit der Genfer Agentur überzeugt hätte, meint Christian Aeppli, Product Manager und Marketingverantwortlicher bei 24 Heures. Und Pedro Simko selbst ist überzeugt, dass eine humor- und lustvolle Umsetzung so nur im Kanton Waadt möglich sei, weil die Waadtländer einen ausgesprochenen Hang zur Selbstironie hätten. In Genf, fügt er hinzu, hätte dieses Konzept sicher keinen Erfolg gehabt.
Neue Wortschöpfungen aus der Bevölkerung erwünscht
Der Vorschlag, den er an der Konkurrenzpräsentation unterbreitet hatte, wurde praktisch unverändert übernommen. Ein glücklicher Umstand, denn die Zeit drängte. Die Agentur profitierte für die Umsetzung von der Grösse des Kantons mit über 340 Gemeinden. Ausserdem fällt das Pays de Vaud durch einen Reichtum an Seen und Wäldern auf. Da liessen sich schöne Geschichten erfinden, schwärmt Simko.
Die Positionierungskampagne soll die Begegnung von 24 Heures mit ihren Lesern inszenieren. Die Kampagne startet mit einer Vielzahl von Sujets, die – längerfristig geplant – mit neuen Bildern weiterentwickelt werden kann. Die Kampagne sei zudem so konzipiert, dass sie durchaus kurzfristig auf die Aktualität reagieren könne, erklärt Simko. Bei Simko hofft man zudem, dass die in ihrer Werkstatt kreierten Wortspiele die Waadtländer Bevölkerung dazu ermuntert, eigene Wortschöpfungen zu kreieren. Die Marketingabteilung von 24 Heures plant dazu einen Wettbewerb und wird die besten Vorschläge aus der Bevölkerung prämieren. Damit hofft man, die Leser fester an die Zeitung zu binden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen Kino- und TV-Spots zum Einsatz kommen.
Die Zeitung, die bis anhin aus vier Bünden bestand, wird künftig noch deren zwei besitzen. Der erste Bund ist für Stadt und Land gleich, der zweite geht spezifisch auf die Bedürfnisse der Städter beziehungsweise der übrigen Bevölkerung des Kantons Waadt ein. Gleichzeitig hat man einige Rubriken überarbeitet und dem Blatt ein sanftes Lifting verpasst. Auf ein neues Logo wurde aber bewusst verzichtet.
Einen kleinen Seitenhieb auf das Konkurrenzblatt Le Matin aus dem gleichen Verlag wollte sich Simko nicht verkneifen. Le Matin hat sich bei ihrem Relaunch vor einem Jahr den Claim «Vite vu, bien lu» auf die Fahne geschrieben – in der 24-Heures-Kampagne lautet das Wortspiel «Palud, pas su!».
Die Waadtländer werden in den nächsten Wochen Ortschaften wie Luins, Bex, Bottens, aber auch Quartiernamen wie La Sallaz, Palud, Vennes neu buchstabieren lernen und erstaunt feststellen, was Simko zu diesen Namen so alles eingefallen ist. Wortspielereien, die eine grosszügige Interpretation der Orthografie voraussetzen, weisen auf die vielen Vorzüge von 24 Heures hin – wobei die Waadtländer Ortsnamen geschickt einbezogen werden.
Diese Print- und Plakatkampagne, die ab 7. September im ganzen Kanton Waadt zu sehen sein wird, soll die Tageszeitung
24 Heures aus dem Verlag Edipresse als das Leibblatt der Waadtländer positionieren. Denn neu wird 24 Heures mit je einem separaten Bund für die Stadt- und Landbevölkerung erscheinen. Eine Studie hat gezeigt, dass die Städter nicht unbedingt die gleichen Interessen und Vorlieben haben wie die Landbevölkerung.
Der Relaunch von 1999 hat bei den Lesern Anklang gefunden, die Verkaufszahlen blieben indes hinter den Erwartungen zurück. In den vergangenen zehn Jahren sank die Auflage um sechs Prozent – Zeit zum Handeln.
Gerade die Stadtleser, auf die immerhin 45% der Gesamtauflage entfallen, wurden dem Blatt zusehends untreu, weil sie mehr lokale Infos wollen. Die Gratiszeitung Lausanne Cité hat mit ihrer Positionierung als Lokalblatt der Westschweizer Zeitung in diesem Segment ordentlich Leser abgeworben.
Die Genfer Agentur Simko bringt mit amüsanten Wortspielereien und in Verbindung mit der Vielfalt des Kantons die Vorzüge von 24 Heures auf den Punkt. Es sei schliesslich der humorvolle Approach gewesen, der die Verantwortlichen auf Verlagsseite von der Arbeit der Genfer Agentur überzeugt hätte, meint Christian Aeppli, Product Manager und Marketingverantwortlicher bei 24 Heures. Und Pedro Simko selbst ist überzeugt, dass eine humor- und lustvolle Umsetzung so nur im Kanton Waadt möglich sei, weil die Waadtländer einen ausgesprochenen Hang zur Selbstironie hätten. In Genf, fügt er hinzu, hätte dieses Konzept sicher keinen Erfolg gehabt.
Neue Wortschöpfungen aus der Bevölkerung erwünscht
Der Vorschlag, den er an der Konkurrenzpräsentation unterbreitet hatte, wurde praktisch unverändert übernommen. Ein glücklicher Umstand, denn die Zeit drängte. Die Agentur profitierte für die Umsetzung von der Grösse des Kantons mit über 340 Gemeinden. Ausserdem fällt das Pays de Vaud durch einen Reichtum an Seen und Wäldern auf. Da liessen sich schöne Geschichten erfinden, schwärmt Simko.
Die Positionierungskampagne soll die Begegnung von 24 Heures mit ihren Lesern inszenieren. Die Kampagne startet mit einer Vielzahl von Sujets, die – längerfristig geplant – mit neuen Bildern weiterentwickelt werden kann. Die Kampagne sei zudem so konzipiert, dass sie durchaus kurzfristig auf die Aktualität reagieren könne, erklärt Simko. Bei Simko hofft man zudem, dass die in ihrer Werkstatt kreierten Wortspiele die Waadtländer Bevölkerung dazu ermuntert, eigene Wortschöpfungen zu kreieren. Die Marketingabteilung von 24 Heures plant dazu einen Wettbewerb und wird die besten Vorschläge aus der Bevölkerung prämieren. Damit hofft man, die Leser fester an die Zeitung zu binden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen Kino- und TV-Spots zum Einsatz kommen.
Die Zeitung, die bis anhin aus vier Bünden bestand, wird künftig noch deren zwei besitzen. Der erste Bund ist für Stadt und Land gleich, der zweite geht spezifisch auf die Bedürfnisse der Städter beziehungsweise der übrigen Bevölkerung des Kantons Waadt ein. Gleichzeitig hat man einige Rubriken überarbeitet und dem Blatt ein sanftes Lifting verpasst. Auf ein neues Logo wurde aber bewusst verzichtet.
Einen kleinen Seitenhieb auf das Konkurrenzblatt Le Matin aus dem gleichen Verlag wollte sich Simko nicht verkneifen. Le Matin hat sich bei ihrem Relaunch vor einem Jahr den Claim «Vite vu, bien lu» auf die Fahne geschrieben – in der 24-Heures-Kampagne lautet das Wortspiel «Palud, pas su!».
