Ohne Messer, Gabel und Glas
Die internationale Gastromesse Igeho in Basel profiliert sich mit frischem Look von Lang Gysi Knoll
«Gefragt war nicht ein Auftritt mit reinem Bekanntmachungscharakter, vielmehr sollte das Selbstverständnis eines Leaderprodukts kommuniziert werden, das auf die eigenen Werte vertraut», erläutert Agentur-Mitinhaberin Nicole Huber die Ausgangslage. Entstanden ist ein Profil, das ins Leitthema «Home to European Hospitality» integriert wurde und den Bekanntheitsgrad der Igeho vor allem im Ausland erhöhen soll.
Passend zur strategischen Neuausrichtung – verstärkte Internationalisierung und verkürzte Messedauer – entwickelte LGK, eine CI, die sich auf den modernen Schriftzug beschränkt und auf das Messer-Gabel-Glas-Symbol verzichtet. Die Marke wurde in den schnörkellosen Motiven in den Mittelpunkt gerückt, indem sie auf verschiedene Gegenstände der Branche graviert, geprägt oder aufgedruckt wurde, wie zum Beispiel auf einem schlichten Rüstbrett, einer handgemachten Seife oder einer edlen Cloche. Die harmonischen Arrangements verraten auf den ersten Blick die Affinität der Fotografin Martina Meier zum Thema und zum Stillleben. CD Simone Quast über den Approach: «Die Bildsprache ist sinnlich und leichtfüssig zugleich.» Schliesslich seien es die kleinen Dinge, die den Aufenthalt in einem Restaurant oder Hotel zum Erlebnis machen. Zum Einsatz kommen die Plakate, Fachanzeigen und Prospekte im In- sowie dem benachbarten Ausland. Luca Aloisi
Die Krankenkassen werden durch das BSV gegängelt
33/02: Marketing-Kommunikation – Ein Lächeln zur falschen Zeit
Seit dem Inkrafttreten des neuen KVG (1996) sind die Krankenkassen ein wichtiger Werbeauftraggeber geworden. Doch Werben im Gesundheitswesen ist heikel, weil der Krankenkassenmarkt ein Politikum ist. Ihr Artikel trifft den Nagel voll auf den Kopf.
Einzig eine weitere Begründung für die Beliebigkeit, Fantasie- und Mutlosigkeit in der Krankenkassenwerbung möchte ich noch nachliefern: Die Krankenkassen leben in einem so genannt halbregulierten Markt, das heisst, gegängelt durch einen «Zweit-Verwaltungsrat» (Bundesamt für Sozialversicherung BSV), haben sie nur beschränkte Möglichkeiten, sich marktgerecht zu verhalten. Diese Positionierung im Sinne einer halben Marktwirtschaft ist verhängnisvoll. Dass durch diese zusätzliche Bürokratiestufe Tempo, Dynamik und Eigenverantwortung gelähmt werden, liegt auf der Hand.
Bleiben Sie bei diesem wichtigen Thema bitte am Ball, denn die Entwicklung von Marketing und Kommunikation ist bei den Krankenkassen in vollem Gang.
Lahor Jakrlin, Mitinhaber Fruitcake Werbeagenturen
