Kopf der Woche: «Ich möchte mich mehr um Corporate Behaviour kümmern»

BRYON PAUL MCCARTNEY ist seit September Leiter der Brandbakery bei Advertising Art & Ideas in Zürich

BRYON PAUL MCCARTNEY ist seit September Leiter der Brandbakery bei Advertising Art & Ideas in ZürichKopf der Woche Brayon McCartney ist seit September Leiter der Brandbakery bei Advertising Art & Ideas in Zürich
«Ich möchte mich mehr um Corporate Behaviour kümmern»
Da sitzt er nun in einem Büro in Zürich-Wollishofen, und statt auf die Skyline der Loop Aera von Chicago blickt er auf die Swiss Alps. Bryon Paul McCartney ist seit Anfang September Leiter der Brandbakery, einer Business Unit für Corporate Identity in der Zürcher Agentur Advertising Art & Ideas. «Das Konzept von Brandbakery besteht darin, eine etwas progressivere Kundschaft pflegen zu können, als dies bei Advertising Art & Ideas mehrheitlich möglich ist, wo wir eher konservativere Kunden wie zum Beispiel Finanzinstitute betreuen», erklärt er.
Der Designer aus Chicago war zuvor zwei Jahre bei Wirz Interactive als CD tätig. Der Job besteht nun darin, die Brandbakery als eine Branding Unit zu profilieren. «Man redet hier viel von Branding im Zusammenhang mit Äusserlichkeiten wie Logo und Erscheinungsbild. Ich möchte mich mehr um Corporate Behaviour kümmern», präzisiert McCartney seinen Anspruch, eine «interne Attitüde» bei einem Unternehmen erzeugen zu können.
«Wir interessieren uns für jüngere Marken, die wir innerhalb der nächsten zwei Jahre bekannt machen wollen», meint der «Bäcker» neuer Marken. Interessieren würden ihn auch «schlafende Marken, bei denen wir einen radikalen Wechsel herbeiführen sollen». Diese Kunden können für die Brandbakery aus den verschiedensten Branchen kommen.
McCartney begann seine Laufbahn in Chicago, wo er bei Helene Curtis inhouse im Corporate Design Department die damals grosse Marke für Personal Care Products betreut hat. «Da lernte ich viele Basics des Brand Building, denn wir mussten ständig neue Produkte sehr zielgruppengerecht auf den Markt bringen.» Später arbeitete er bei Bridge für grosse Marken im Bereich Healthcare und Hightech. Noch einmal bei Helene Curtis, wirkte er als Creative Director für Online-Branding und Online-Marketing-Communications.
Dabei entwickelte er Kampagnen für Calvin Klein, Elisabeth Arden oder auch Lipton Foods – bis ihn seine damalige Freundin einmal anrief und fragte: «Willst du mit mir in die Schweiz ziehen?» Sie hatte in Zürich einen Job als Direktorin eines PR-Büros angenommen, das die Interessen von Dow Chemical in Europa vertritt.
Dass er damals noch am Telefon Ja gesagt hatte, bereut er bis heute nicht. «I like the alps», meint er. Die Berge würden ihm zwar die Wolkenkratzer von Chicago nicht ersetzen. Dafür liegt ganz nah von seinem Büro jetzt ein See – wie damals in Cleveland, wo er aufgewachsen ist, bevor es in seinem unkonventionellen Lebensweg an der University von Athens, Ohio, mit einem Studium für Graphic Design weitergegangen ist.
Andreas Panzeri

More articles on the topic