Schlank macht Kunden mehr Spass
Mit der Zap-in 03 lancierte IP Multimedia ihre Alternative zur Screen-up
Mit der Zap-in 03 lancierte IP Multimedia ihre Alternative zur Screen-upVon Daniel Schifferle Nach dem Aus für die Screen-up probte IP Multimedia erstmals den Alleingang bei der Präsentation neuer TV-Angebote. Am Staraufgebot hats der Zap-in 03 nicht gefehlt: Sämtliche Senderchefs waren persönlich aus Deutschland und Frankreich angereist, um ihre Programmnovitäten vorzustellen.
Über 1500 Besucher waren zur vierten und letzten Ausgabe der Screen-up im September 2001 geströmt. Mit diesem Besucherandrang konnnte die neue Telemesse der IP Multimedia (Schweiz) bei weitem nicht mithalten. Doch die Organisatoren sind mit den gezählten 250 bis 300 Besuchern der Zap-in 03 zufrieden. «Der kleinere Rahmen hat uns erlaubt, wieder besser auf die Kunden einzugehen», sagte IP-Multimedia-CEO Michi Frank.
Mit der Zap-in 03 vollzog die Vermarkterin der Werbefenster von RTL, RTL2, Pro7, Kabel1 und Vox erstmals nach fünf Jahren wieder den Alleingang bei der Präsentation von Programmneuheiten. Die Publisuisse, die Lokalsender und das von RMB vermarktete Sat1 mussten dieses Jahr draussen bleiben.
Allerdings war der Erfolg der Ende der Neunzigerjahre mit viel Enthusiasmus vorangetriebenen Screen-up rasch auch zu ihrem grössten Problem geworden. Denn mit der Integration der Publisuisse und der lokalen TV-Sender war die Zahl der präsentierenden Sender und Vermarkter auf 29 explodiert.
Zu viele, um jedem Angebot noch genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu verschaffen, stellten die Veranstalter unisono fest. Die als zu hoch eingestuften Kosten erwiesen sich nur noch als Zünglein an der Waage, als im vergangenen Frühjahr das gleichwohl überraschende Ende für die
Screen-up kam.
Trotz Ebbe steht Schmalhans nicht in der Programmküche
Konzentration der Ressourcen auf das Notwendige, heisst heute die Devise. Um «Streuverluste» zu minimieren, habe man bei der Zap-in 03 die Liste der Eingeladenen bewusst auf den Kreis der im engeren Sinne sich mit Media befassenden Branchenvertreter beschränkt. Nicht gespart wurde allerdings bei der eingeladenen Prominenz: Sämtliche Senderchefs der von IPM vermarkteten Werbefenster waren persönlich angereist, um den Anwesenden Programmhighlights des kommenden Jahres schmackhaft zu machen. Vor dem offiziellen Startschuss der Zap-in 03 standen sie Journalisten Rede und Antwort.
Die Krise gab besonders viel zu reden, zumal die deutschen TV-Sender unvergleichlich stärker davon gebeutelt sind als die Schweizer. Doch erstaunlicherweise teilen die Schweizer Werbefenster die allgemeine
Abwärtsentwicklung nicht. «Wir hatten keinerlei Rückgänge bei den Umsätzen unserer Werbefenster», sagt Michi Frank. Das Aus von Tele 24 und TV 3 habe mitgeholfen, die Nachfrage nach Werberaum hoch zu halten. Auch für die Zukunft der Werbefenster ist Frank optimistisch. «Zusätzliches Potenzial für die Fernsehwerbung ist in der Schweiz zweifellos da.»
Diese Aussichten erscheinen geradezu luxuriös im Vergleich zum Werbeeinbruch, mit dem die deutschen TV-Sender zu kämpfen haben. Wann die Krise ausgestanden sein könnte, wagte keiner der anwesenden Senderchefs vorherzusagen. RTL-Chef Gerhard Zeiler liess sich lediglich zur Aussage hinreissen: «Es wird kaum noch viel weiter runtergehen.» Trotz eingebrochener Werbeumsätze werde man jetzt aber nicht beim Programm zu sparen beginnen. «Wir schauen zwar die Umfelder genau an, hüten uns aber davor, an relevanten Sendeplätzen zu sparen. Denn dann würden die Zuschauerzahlen sinken, und wir schnitten uns nur ins eigene Fleisch», sagte ergänzend dazu Kabel-1-Chef Andreas Bartl.
Noch offen bleiben die TV-Tarife für das nächste Jahr, die IPM erst Mitte Oktober bekannt geben will. Ebenfalls noch nicht beantworten möchte Frank die Frage, ob diese Form der Telemesse im kleineren Rahmen nun bereits das definitive Rezept für die Zukunft sei. Sicher sei einzig, dass man die TV-Präsentation auch im nächsten Jahr wieder alleine veranstalten werde. Nicht zuletzt auch wegen der Kosten. «Wir haben für die Zap-in 03 markant weniger Geld ausgegeben als im letzten Jahr für die Screen-up», sagt er.
Über 1500 Besucher waren zur vierten und letzten Ausgabe der Screen-up im September 2001 geströmt. Mit diesem Besucherandrang konnnte die neue Telemesse der IP Multimedia (Schweiz) bei weitem nicht mithalten. Doch die Organisatoren sind mit den gezählten 250 bis 300 Besuchern der Zap-in 03 zufrieden. «Der kleinere Rahmen hat uns erlaubt, wieder besser auf die Kunden einzugehen», sagte IP-Multimedia-CEO Michi Frank.
Mit der Zap-in 03 vollzog die Vermarkterin der Werbefenster von RTL, RTL2, Pro7, Kabel1 und Vox erstmals nach fünf Jahren wieder den Alleingang bei der Präsentation von Programmneuheiten. Die Publisuisse, die Lokalsender und das von RMB vermarktete Sat1 mussten dieses Jahr draussen bleiben.
Allerdings war der Erfolg der Ende der Neunzigerjahre mit viel Enthusiasmus vorangetriebenen Screen-up rasch auch zu ihrem grössten Problem geworden. Denn mit der Integration der Publisuisse und der lokalen TV-Sender war die Zahl der präsentierenden Sender und Vermarkter auf 29 explodiert.
Zu viele, um jedem Angebot noch genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu verschaffen, stellten die Veranstalter unisono fest. Die als zu hoch eingestuften Kosten erwiesen sich nur noch als Zünglein an der Waage, als im vergangenen Frühjahr das gleichwohl überraschende Ende für die
Screen-up kam.
Trotz Ebbe steht Schmalhans nicht in der Programmküche
Konzentration der Ressourcen auf das Notwendige, heisst heute die Devise. Um «Streuverluste» zu minimieren, habe man bei der Zap-in 03 die Liste der Eingeladenen bewusst auf den Kreis der im engeren Sinne sich mit Media befassenden Branchenvertreter beschränkt. Nicht gespart wurde allerdings bei der eingeladenen Prominenz: Sämtliche Senderchefs der von IPM vermarkteten Werbefenster waren persönlich angereist, um den Anwesenden Programmhighlights des kommenden Jahres schmackhaft zu machen. Vor dem offiziellen Startschuss der Zap-in 03 standen sie Journalisten Rede und Antwort.
Die Krise gab besonders viel zu reden, zumal die deutschen TV-Sender unvergleichlich stärker davon gebeutelt sind als die Schweizer. Doch erstaunlicherweise teilen die Schweizer Werbefenster die allgemeine
Abwärtsentwicklung nicht. «Wir hatten keinerlei Rückgänge bei den Umsätzen unserer Werbefenster», sagt Michi Frank. Das Aus von Tele 24 und TV 3 habe mitgeholfen, die Nachfrage nach Werberaum hoch zu halten. Auch für die Zukunft der Werbefenster ist Frank optimistisch. «Zusätzliches Potenzial für die Fernsehwerbung ist in der Schweiz zweifellos da.»
Diese Aussichten erscheinen geradezu luxuriös im Vergleich zum Werbeeinbruch, mit dem die deutschen TV-Sender zu kämpfen haben. Wann die Krise ausgestanden sein könnte, wagte keiner der anwesenden Senderchefs vorherzusagen. RTL-Chef Gerhard Zeiler liess sich lediglich zur Aussage hinreissen: «Es wird kaum noch viel weiter runtergehen.» Trotz eingebrochener Werbeumsätze werde man jetzt aber nicht beim Programm zu sparen beginnen. «Wir schauen zwar die Umfelder genau an, hüten uns aber davor, an relevanten Sendeplätzen zu sparen. Denn dann würden die Zuschauerzahlen sinken, und wir schnitten uns nur ins eigene Fleisch», sagte ergänzend dazu Kabel-1-Chef Andreas Bartl.
Noch offen bleiben die TV-Tarife für das nächste Jahr, die IPM erst Mitte Oktober bekannt geben will. Ebenfalls noch nicht beantworten möchte Frank die Frage, ob diese Form der Telemesse im kleineren Rahmen nun bereits das definitive Rezept für die Zukunft sei. Sicher sei einzig, dass man die TV-Präsentation auch im nächsten Jahr wieder alleine veranstalten werde. Nicht zuletzt auch wegen der Kosten. «Wir haben für die Zap-in 03 markant weniger Geld ausgegeben als im letzten Jahr für die Screen-up», sagt er.
