Zürcher Vampir-Volk
Publicis fährt für das Nachtnetz des ZVV in die Wälder Transsylvaniens
Publicis fährt für das Nachtnetz des ZVV in die Wälder TranssylvaniensVon Luca Aloisi Just am Tag des internationalen Fahrplanwechsels nimmt der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) den Nachtbetrieb auf. Ab dem 15. Dezember soll das Partyvolk am Wochenende im Zweistundentakt von Location zu Location bummeln können. Die Inspirationsquelle für den Launch liegt fernab von Zürich in der düstersten Ecke Transsylvaniens.
Wer Downtown Switzerland kennt, weiss, dass Zürichs Wochenendnächte so untot sind wie Abraham Stokers Romanfigur Graf Dracula. Und das nicht erst seit der Street Parade, der «Langen Nacht der kurzen Geschichten» oder der «Nacht der Museen».
Wirklich glücklich wurden bisher aber nur jene Nachtbummler, die mit dem privaten Fahrzeug in und durch die Partystadt gondeln konnten. Denn längst bestimmt nicht mehr die Polizeistunde, wann der Zauber vorbei und die Rückreise anzutreten ist, sondern der Fahrplan der Nachtbusse. Mit dieser Einschränkung ist aber ab Mitte Dezember Schluss.
Mit der «nachtaktiven» Aufwertung des ZVV rückt ab Mitte dieses Monats das Millionen-Zürich auch zwischen Abenddämmerung und Morgenrot näher zusammen. Um die wichtigsten Ausgehzentren im Kanton Zürich zu erschliessen, sollen jedes Wochenende vier
S-Bahn- und 32 Bus-Linien mit 850 Haltestellen rund um die Uhr bedient werden. Ein Pauschalzuschlag von fünf Franken soll die Kosten für den in dieser Form einzigartigen Service decken.
Publicis positioniert das ZVV-Angebot in bester MTV-Manier
ZVV-Projekt- und Kommunikationsleiter Hans Wälty berechnete allein für den Kanton eine potenzielle Zielgruppe von rund 200000 Personen – vor allem Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren sowie Junggebliebene. Um dieses Publikum, das erfahrungsgemäss dem öffentlichen Verkehr gegenüber eher skeptisch eingestellt ist, für das neue Angebot zu gewinnen, liessen Marketingleiter Caspar Sträuli und Hans Wälty einen Prospekt in einer Auflage von einer halben Million Exemplaren drucken und einen «wilden Werbespot» drehen.
Dieser startet aber erst Mitte Januar, einen Monat nach der Angebotserweiterung. «Damit weichen wir dem Weihnachtsrummel aus und erhoffen uns danach eine bessere Beachtung», erklärt Wälty die Einsatzstrategie von Kinospots und Inseraten.
Für die Werbeidee der Kampagne liess sich das Kreativteam um Chief Creative Officer Jean Etienne Aebi weniger von harten Fakten als viel mehr vom wild romantischen Image des berühmtesten nachtaktiven Geschöpfs leiten. Unter dem Motto «Leben wie die Fledermaus – erst rumflattern, dann abhängen» entwickelte Publicis eine so verblüffend logische wie augenfällige Kernidee, die beim anvisierten Publikum Kultpotenzial haben könnte.
Im Zentrum der Kampagne stehen, beziehungsweise hängen die Heimreisenden in den S-Bahn-Waggons. Stokers Legende zufolge – nach der sich Vampire in Fledermäuse verwandeln können – nehmen die Fahrgäste beim Betreten der Nachtbahnen das spukhafte Verhalten dieser Kreaturen an und schwingen sich mit einer gekonnten Rolle an die Decke der Waggons, wo sie mit den Füssen haften bleiben.
Eindrücklich umgesetzt wurde das Drehbuch von Regisseur Marc Schölermann und Kameramann Ekkehart Pollack. Mit ihrer dynamischen Filmsprache, den rasanten Schnittfolgen und der gruftigen Szenografie ist es ihnen auch ohne transsylvanische Berglandschaften gelungen, die hypnotische Wirkung des notorisch lichtscheuen Grafen der Finsternis aufs Zürcher Bus- und Schienennetz zu übertragen.
Wer Downtown Switzerland kennt, weiss, dass Zürichs Wochenendnächte so untot sind wie Abraham Stokers Romanfigur Graf Dracula. Und das nicht erst seit der Street Parade, der «Langen Nacht der kurzen Geschichten» oder der «Nacht der Museen».
Wirklich glücklich wurden bisher aber nur jene Nachtbummler, die mit dem privaten Fahrzeug in und durch die Partystadt gondeln konnten. Denn längst bestimmt nicht mehr die Polizeistunde, wann der Zauber vorbei und die Rückreise anzutreten ist, sondern der Fahrplan der Nachtbusse. Mit dieser Einschränkung ist aber ab Mitte Dezember Schluss.
Mit der «nachtaktiven» Aufwertung des ZVV rückt ab Mitte dieses Monats das Millionen-Zürich auch zwischen Abenddämmerung und Morgenrot näher zusammen. Um die wichtigsten Ausgehzentren im Kanton Zürich zu erschliessen, sollen jedes Wochenende vier
S-Bahn- und 32 Bus-Linien mit 850 Haltestellen rund um die Uhr bedient werden. Ein Pauschalzuschlag von fünf Franken soll die Kosten für den in dieser Form einzigartigen Service decken.
Publicis positioniert das ZVV-Angebot in bester MTV-Manier
ZVV-Projekt- und Kommunikationsleiter Hans Wälty berechnete allein für den Kanton eine potenzielle Zielgruppe von rund 200000 Personen – vor allem Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren sowie Junggebliebene. Um dieses Publikum, das erfahrungsgemäss dem öffentlichen Verkehr gegenüber eher skeptisch eingestellt ist, für das neue Angebot zu gewinnen, liessen Marketingleiter Caspar Sträuli und Hans Wälty einen Prospekt in einer Auflage von einer halben Million Exemplaren drucken und einen «wilden Werbespot» drehen.
Dieser startet aber erst Mitte Januar, einen Monat nach der Angebotserweiterung. «Damit weichen wir dem Weihnachtsrummel aus und erhoffen uns danach eine bessere Beachtung», erklärt Wälty die Einsatzstrategie von Kinospots und Inseraten.
Für die Werbeidee der Kampagne liess sich das Kreativteam um Chief Creative Officer Jean Etienne Aebi weniger von harten Fakten als viel mehr vom wild romantischen Image des berühmtesten nachtaktiven Geschöpfs leiten. Unter dem Motto «Leben wie die Fledermaus – erst rumflattern, dann abhängen» entwickelte Publicis eine so verblüffend logische wie augenfällige Kernidee, die beim anvisierten Publikum Kultpotenzial haben könnte.
Im Zentrum der Kampagne stehen, beziehungsweise hängen die Heimreisenden in den S-Bahn-Waggons. Stokers Legende zufolge – nach der sich Vampire in Fledermäuse verwandeln können – nehmen die Fahrgäste beim Betreten der Nachtbahnen das spukhafte Verhalten dieser Kreaturen an und schwingen sich mit einer gekonnten Rolle an die Decke der Waggons, wo sie mit den Füssen haften bleiben.
Eindrücklich umgesetzt wurde das Drehbuch von Regisseur Marc Schölermann und Kameramann Ekkehart Pollack. Mit ihrer dynamischen Filmsprache, den rasanten Schnittfolgen und der gruftigen Szenografie ist es ihnen auch ohne transsylvanische Berglandschaften gelungen, die hypnotische Wirkung des notorisch lichtscheuen Grafen der Finsternis aufs Zürcher Bus- und Schienennetz zu übertragen.
