Das Rezept heisst: Kochen

WHS bereitet für Annemarie Wildeisens Kochzeitschrift eine leckere Markenmahlzeit zu

WHS bereitet für Annemarie Wildeisens Kochzeitschrift eine leckere Markenmahlzeit zuVon Amdreas Panzeri Knapp ein Jahr nach ihrem Launch ist Annemarie Wildeisens Kochen bereits zur Kochzeitschrift Nummer eins avanciert. Jetzt setzt Weber Hodel Schmid noch mehr Dampf auf und bewirbt Kochen mit einem neuen Logo, einem viel versprechenden Rezept und viel Würze.
Das zehnmal jährlich erscheinende Kochen ist mit einer Auflage von 90000 Exemplaren und gegen 400000 Lesern die grösste unabhängige Kochzeitschrift der Schweiz. «Das Heft erreicht sogar mehr Frauen als Annabelle oder Bolero», schwärmt Reinhold Weber von seinem neusten Medienkunden.
Kochen ist ein Produkt der real existierenden Köchin Annemarie Wildeisen. Noch während sie beim Zürcher Meyer Verlag als Chefredaktorin von d’Chuchi amtete, machte sie sich selbstständig, gründete das Konkurrenzprodukt Kochen und weckte damit bei der AZ Medien Gruppe den Appetit von Verleger Peter Wanner. «Kochen ist als einzige Kochzeitschrift der Schweiz an keinen Sponsor gebunden», sagt Weber. Kein unwesentliches Detail, denn es macht das Heft interessant und auch frei für die Werbung jeglicher Marken.
Glücklich ist, wer heute weiss, was er morgen kochen soll
Weil der Meyer Verlag inzwischen aufgelöst ist und auch d‘Chuchi nach einem zwar erfolgreichen Relaunch durch Hanspeter Eggenbergers Editorialfirma Duktus mit allen Abonnentinnen als wohl schmeckende Zutat in den Kochtopf der AZ Medien Gruppe gekippt worden ist, hat Kochen seither eine Entwicklung fast wie im Dampfkochtopf durchgemacht.
Beim Verleger in Baden ist der Hunger aber noch nicht gestillt. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Projektphase steht für Verlagsleiter Ueli Eckstein jetzt noch «die klare Positionierung der Marke Kochen an».
Diese Aufgabe ist der Agentur Weber Hodel Schmid (WHS) gestellt worden – nach einer Konkurrenzpräsentation gegen den früheren Etathalter und eine andere «eher DM-lastige Bude», wie Weber meint. Dass WHS nicht wie bisher mit Mailings an potenzielle Abonnentinnen, sondern mit ganz anderen Rezepten werben will, ist bei Wildeisen sofort auf Interesse gestossen. Ihr Kochen soll verjüngt werden.
WHS hat dazu ein neues Logo zusammen mit einer neuen Gestaltung der Titelseite entwickelt. Dieses «Nachwürzen» wurde in einer «sehr intensiven und ausgiebigen Diskussion» zusammen mit Chefredaktorin und Köchin Wildeisen vorgenommen. Bei diesem kreativen Abschmecken hat WHS auch den neuen Marken-Claim «Jeden Tag geniessen» entwickelt.
Aussergewöhnlich, weil bemerkenswert unprätenziös, ist der Hauptgang für die neue Kampagne für Kochen gestaltet worden. «Es ist keine Werbung – und deshalb fällt es auf», ist Berater Patrick Naef überzeugt. «Wir wollen keine farbigen Bildchen verkaufen, sondern die Zeitschrift», fasst Weber die «atypische» Idee mit den täglichen Einkaufszetteln zusammen. Man wollte «mit wenig Geld viel Effekt erzielen».
Schlicht, und gerade deshalb sehr auffallend, sollen diese Einkaufszettel ohne Grafik und andere Menübeilagen in massiver Streuung das Land überfluten. «Wir wollen während Wochen täglich die Leute mit neuen Rezepten beglücken», meint Weber und freut sich schon auf die Spötter, die in der Gestaltung dieser täglich wechselnden Einkaufszettel «eine Tagi-Kampagne für Kochen» entdecken.
Aus Kostengründen allerdings nicht im Tages-Anzeiger («den konnten wir uns leider nicht leisten»), sondern zwei Wochen lang in ganzseitigen Anzeigen im Pendlerblatt 20 Minuten sowie in der Mittelland Zeitung soll die Werbung mit dem Claim «Jeden Tag geniessen» ab 16. Januar nun «über Gebühr dramatisiert» werden. Flankiert werden die Anzeigen von Plakaten an ausgewählten Passantenlagen, im ÖV sowie in Shoppingzentren.
Wildeisen wärmt in 20 Minuten «Kochen in 20 Minuten» auf
Um richtig auffallen zu können, wurden in Zürcher Trams die Aushänge auf einzelne Linien mit jeweils drei Plakaten pro Tramwagen konzentriert. 27 verschiedene Rezepte stehen für die Kampagne zur Verfügung. Das Spektrum reicht dabei von der Fleisch- und Fischabteilung quer durch den Gemüsegarten.
Unterstützt wird die Kampagne für Kochen vom Verlag durch eine auf 200000 verdoppelte Auflage der Januarausgabe. George Schifferle von Pan Communications wird dazu auch ein Mailing an 100000 Adressen verschicken.
Ein willkommener Zufall ist schliesslich die Tatsache, dass Wildeisen früher ein Buch mit dem Titel «Kochen in 20 Minuten» veröffentlicht hat. So lässt sich diese Rezeptsammlung problemlos im Pendlerblatt 20 Minuten noch einmal aufwärmen. Damit kann auch die Kompetenz von Annemarie Wildeisen entsprechend unterstrichen werden, denn die rührige Köchin weiss nicht nur mit Pfannen zu hantieren, sie hat bis jetzt mehr als 15 Kochbücher herausgegeben.

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