Schütze deine Kugel
Unfallverhütung Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung kämpft mit einer Fruitcake-Kampagne für mehr Sicherheitsbewusstsein beim Freizeitsport.
Unfallverhütung Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung kämpft mit einer Fruitcake-Kampagne für mehr Sicherheitsbewusstsein beim Freizeitsport.Unfälle sollen in Zukunft weder Tote noch Schwerverletzte fordern – so die Vision der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU). Seit 1938 setzt sich die private und politisch neutrale Stiftung für mehr Sicherheit in Strassenverkehr, Privathaushalt, Freizeit und beim Sport ein. Trotz aller Aufklärung verunfallen jedes Jahr in der Schweiz aber immer noch eine Million Menschen – lediglich ein Viertel davon am Arbeitsplatz. Unter dem Motto «Enjoy sport – protect yourself» wartet die Beratungsstelle seit Mitte Mai mit einer neuen Präventionskampagne gegen Unfallfolgen im Sport auf. Ein Spot und Plakate sollen die Bevölkerung zum Tragen einer Schutzausrüstung anhalten. Anders als ihre Zürcher Kollegen für die Sportfactory (siehe Seite 2) verzichtet das Team der konzeptführenden Berner Agentur Fruitcake aufs «Bangemachen». Gezeigt wird nicht die Folge eines Sturzes ohne Helm, sondern was geschieht, wenn man sich schützt. Der Plot ist so simpel wie verblüffend: Die Kugeln eines Klick-Klack-Spiels werden zu Helmen, die die Köpfe lachender Frauen und Männer schützen. «Die Kampagne hängt an einen einsetzenden Trend an», kommentiert CD Lahor Jakrlin die Strategie und führt aus: «Schutzaccessoires und Helme werden immer attraktiver, sprich leichter und besser im Design.» Was früher aus ästhetischen Gründen abgelehnt wurde, sei heute Teil des sportlichen Lifestyles, so der CD weiter.
Allerdings erst bei einem kleinen Teil der Bevölkerung, wie die Helmtragquote bei Velofahrern 2002 zeigt: Nur 23 Prozent der Schweizer behelmten ihre Köpfe. Gemäss BfU verursachen die beinahe 300000 Sportunfälle jährlich Behandlungskosten von rund einer Milliarde Franken. Hinzu kommen indirekte Kosten von 2,3 Milliarden Franken. Kein Wunder also, ist der Schweizerische Versicherungsverband Kooperationspartner des bis 2006 laufenden Auftrittes.
Simone Keller
Allerdings erst bei einem kleinen Teil der Bevölkerung, wie die Helmtragquote bei Velofahrern 2002 zeigt: Nur 23 Prozent der Schweizer behelmten ihre Köpfe. Gemäss BfU verursachen die beinahe 300000 Sportunfälle jährlich Behandlungskosten von rund einer Milliarde Franken. Hinzu kommen indirekte Kosten von 2,3 Milliarden Franken. Kein Wunder also, ist der Schweizerische Versicherungsverband Kooperationspartner des bis 2006 laufenden Auftrittes.
Simone Keller
