Exkius mi, kän ju make it?
Versicherungsmarketing Allianz Suisse erklärt Schweizer Konsumenten, warum ihre Kunden mehr Freizeit haben. Wirz Werbung liefert in TV- und Radio-Spots die Begründung dazu.
Versicherungsmarketing Allianz Suisse erklärt Schweizer Konsumenten, warum ihre Kunden mehr Freizeit haben. Wirz Werbung liefert in TV- und Radio-Spots die Begründung dazu.Kunden der Allianz Suisse sind anders. Das wissen Herr und Frau Schweizer spätestens, seit Koni Schafroth und Vittorio Inocente auf Plakaten und in TV-Spots ihre exotischen Hobbys vorgestellt haben. Ob Flugzeuginnovation oder Extrem-Biking, die Protagonisten frönen virtuos ihren Freizeitbeschäftigungen, da ihnen Allianz Suisse den «Versicherungskram» abnimmt. Dies versprachen die Assekuranz und Wirz Werbung in der Positionierungskampagne. Heute belegt das Allfinanzunternehmen – es ging 2002 aus den Versicherungen «Berner», Elvia und Allianz Schweiz hervor – in Sachen Bekanntheit den fünften Platz hinter Mobiliar, Winterthur, Zürich und Basler. Dieser Platz entspricht laut Urs Bretschger, Leiter Marketing Services bei Allianz Suisse, auch der Stellung im Markt.
Die Positionierung und das Branding soll eine neue TV- und Radio-Kampagne aus dem Hause Wirz weiter unterstützen – dabei fokussiert sie stärker auf einzelne Produkte. Ein weiterer Punkt besteht laut CD Matthias Freuler darin, «den Leuten klar zu machen, warum sie mehr Freizeit haben». Den «Reason-why» hinter dem Kundenbenefit dramatisieren die Kreativen mit ausgewählten Nicht-Allianzkunden. Diese betreiben zwar auch ein Hobby, outen sich aber mangels Übung als Anfänger. Versuche, mit einem Strike beim Bowling zu brillieren oder das Tanzbein im Takt zu schwingen, bleiben im TV-Spot erfolglos. Nach gleichem Muster sind die Radiospots gestrickt: Die Sprecher versuchen sich in drei Landessprachen etwa im Englischunterricht oder im Dichten.
«Die Aussage ‹Unsere Kunden haben mehr Freizeit› hat Visionscharakter», meint Bretschger zur Einlösbarkeit des Werbeversprechens. «Wir versuchen die nötigen Freiräume unserer Mitarbeiter durch neue Informatiksysteme, klarere Strukturen und Straffung des Angebots zu erzielen.»
Schlechtes VersicherungsjahrDie helvetische Assekuranzwirtschaft blickt laut Schweizerischem Versicherungsverband (SVV) auf ein «schwieriges Jahr» zurück. Obwohl das gesamte Prämienvolumen gestiegen ist, verbuchten die Gesellschaften nach dem verlustreichen 2001 auch im letzten Jahr markante Ertragseinbrüche.
Hauptgründe dafür sieht der SVV in der starken Aktienbaisse sowie im anhaltenden Rückgang des Zinsniveaus. Gesunken sind darum auch die Bruttowerbeausgaben: Investierten Versicherungen vor zwei Jahren noch fast 90 Millionen Franken in die Kommunikation, waren es 2002 noch knapp 70.
Der negativen Performance auf den Finanzmärkten konnte sich auch Allianz Suisse nicht entziehen und verbuchte 2002 rund 170 Millionen Franken Verlust. 2001 erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Gewinn von 96 Millionen Franken.
Simone Keller
Die Positionierung und das Branding soll eine neue TV- und Radio-Kampagne aus dem Hause Wirz weiter unterstützen – dabei fokussiert sie stärker auf einzelne Produkte. Ein weiterer Punkt besteht laut CD Matthias Freuler darin, «den Leuten klar zu machen, warum sie mehr Freizeit haben». Den «Reason-why» hinter dem Kundenbenefit dramatisieren die Kreativen mit ausgewählten Nicht-Allianzkunden. Diese betreiben zwar auch ein Hobby, outen sich aber mangels Übung als Anfänger. Versuche, mit einem Strike beim Bowling zu brillieren oder das Tanzbein im Takt zu schwingen, bleiben im TV-Spot erfolglos. Nach gleichem Muster sind die Radiospots gestrickt: Die Sprecher versuchen sich in drei Landessprachen etwa im Englischunterricht oder im Dichten.
«Die Aussage ‹Unsere Kunden haben mehr Freizeit› hat Visionscharakter», meint Bretschger zur Einlösbarkeit des Werbeversprechens. «Wir versuchen die nötigen Freiräume unserer Mitarbeiter durch neue Informatiksysteme, klarere Strukturen und Straffung des Angebots zu erzielen.»
Schlechtes VersicherungsjahrDie helvetische Assekuranzwirtschaft blickt laut Schweizerischem Versicherungsverband (SVV) auf ein «schwieriges Jahr» zurück. Obwohl das gesamte Prämienvolumen gestiegen ist, verbuchten die Gesellschaften nach dem verlustreichen 2001 auch im letzten Jahr markante Ertragseinbrüche.
Hauptgründe dafür sieht der SVV in der starken Aktienbaisse sowie im anhaltenden Rückgang des Zinsniveaus. Gesunken sind darum auch die Bruttowerbeausgaben: Investierten Versicherungen vor zwei Jahren noch fast 90 Millionen Franken in die Kommunikation, waren es 2002 noch knapp 70.
Der negativen Performance auf den Finanzmärkten konnte sich auch Allianz Suisse nicht entziehen und verbuchte 2002 rund 170 Millionen Franken Verlust. 2001 erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Gewinn von 96 Millionen Franken.
Simone Keller
