Lies das Gute liegt so nah

Ausgehmagazine Für den neuen Züritipp im coolen Grossstadtkleid entwickelte Guye Benker eine «Heimweh»-Kampagne.

Ausgehmagazine Für den neuen Züritipp im coolen Grossstadtkleid entwickelte Guye Benker eine «Heimweh»-Kampagne.Mit Ausnahme von 20 Minuten Week, das sich im (Zeitungs)Markt aber vorerst noch bewähren muss, hat der anhaltende Anzeigenrückgang den Ausgehmagazinen arg zugesetzt. Während die einen ihren Umfang reduziert haben, mussten andere gänzlich über die Klinge springen wie beispielsweise der Ansager – die gemeinsame Publikation der Berner Verlage Espace Media Groupe und Der Bund. Andere wiederum sahen wie das NZZ Ticket einen Aus-weg in Konzessionen an konjunkturresistente Rubrikensegmente, sprich: Anzeigen für Milieulokale. Einen antizyklischen Expansionstrip tritt dagegen der bald 21-jährige Züritipp an.Nichts für Ferienveranstalter Diesem deutlichen Commitment liessen die Tamedia-Verantwortlichen nicht nur Veränderungen in Blattarchitektur, Layout und Inhalten folgen, sondern auch gleich eine Einführungskampagne. Diese soll die bisherige Kulturagenda in Richtung engagiertes Stadtmagazin positionieren. Die Werbeidee findet ihren Ursprung in den inhaltlichen Neuerungen (WW 23/03): Da das geliftete Veranstaltungsmagazin noch mehr Ausgeh-, Veranstaltungs- und Freizeit- sowie Kultur- und Shoppingtipps beinhalte, so CD André Benker, habe man das Blattkonzept auf einen Nenner gebracht: noch mehr Zürich. Was umgekehrt heisst: «In keinem anderen Ausgehmagazin als im neuen Züritipp kann man jetzt genauer nachlesen, was man alles verpasst, wenn man nicht in Zürich ist», sagt der Kreative. Passend zur Jahreszeit zeigt das GuyeBenker-Team deshalb Leute, die an beliebten In-Ferienorten beim Durchblättern des Stadtmagazins frustriert feststellen müssen, welches Freizeitangebot sie fern der Heimat verpassen.
Gestartet ist der Auftritt mit Teaser-Kleinanzeigen in verlagseigenen Titeln, während die eigentliche Kampagne auf Plakaten, Inseraten, Tram- sowie Busplakaten erst in der laufenden Einführungswoche begonnen
hat. «Flankierend schalten wir Radiospots, setzen das E-Board im Hauptbahnhof ein und publizieren Füllerinserate», zählt Christophe Guye, Gesamtverantwortlicher, die Mittel auf, mit denen die Blicke der Leser auf das neu gestaltete Produkt gelenkt werden sollen.
Um die Aufmerksamkeit zusätzlich auf die Tages-Anzeiger-Beilage zu lenken, wird die Auflage für Verteilaktionen an Zürcher Bahnhöfen und an ausgewählten Veranstaltungen zeitweilig erhöht. Trotz des Aufwands und der Fokussierung auf die Limmatmetropole, ihren Lifestyle und das Nachtleben «wird der Züritipp weiterhin eine Beilage des Tages-Anzeigers bleiben und separat nicht erhältlich sein», hält Marketingleiterin Gabi Wettstein fest.
Vermiest verreisten Zürcherinnen und Zürchern den Urlaub: Guye-Benker-Kampagne für den neu gestalteten Züritipp.

Luca Aloisi

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