Private forschen bei SRG bald mit
Marktforschung Die SRG will ihren Forschungsdienst in die Publica Data integrieren und Private ins Boot holen.
Marktforschung Die SRG will ihren Forschungsdienst in die Publica Data integrieren und Private ins Boot holen.Der SRG-Forschungsdienst, der für die SRG-Medien und für die privaten Radio- und TV-Sender Marktdaten erhebt, ist heute ein Service Center der SRG. Die Vermarktung der Daten ist dagegen Aufgabe der 100-prozentigen SRG-Tochter Publica Data AG. Das soll sich nun ändern. Nach einem Vorschlag der SRG-Geschäftsleitung wird der Forschungsdienst in die PDAG integriert und das Aktionariat dieser neuen PDAG auch für private Anbieter sowie Werbeauftraggeber und Agenturen geöffnet. Zur Zahl der Teilhaber hat die SRG keine konkreten Vorstellungen, deren Anteile sollen aber «in etwa die Marktverhältnisse widerspiegeln», sagte DRS-Direktor Walter Rüegg, auch Mitglied der SRG-Geschäftsleitung. Fest steht, dass die SRG eine klare Mehrheit behalten will. Der PDAG-Verwaltungsrat, der aus drei SRG-Vertretern und zwei Privaten (je ein Kunden- und ein Medienvertreter) besteht, wird nicht verändert. Ihm soll aber ähnlich wie bei einem Zweikammerparlament ein Stiftungsrat zur Seite gestellt werden, der die einzelnen Interessengruppen, und nicht deren Marktstärke, vertritt. Zudem ist geplant, die User-Commissions (je eine für SRG-Medien und für die Privaten) zu einem Gremium zu fusionieren.
So soll die neue PDAG die bestehenden Radio- und TV-Messpanels (Radiocontrol, Telecontrol) der SRG abkaufen, diese betreiben und die Daten vermarkten. «Das bringt einen gewissen Gewinn an Effizienz», betont Rüegg.
Der DRS-Chef lädt alle interessierten Gruppen auf den 9. Juli zu einer Information nach Zürich ein. Ende August dürften die Stellungnahmen der Betroffenen bei Rüegg vorliegen. Im September soll gemäss SRG-Plan die neue Struk-tur von der SRG-Geschäftsleitung beschlossen werden. Danach kann die Suche nach einem Nachfolger für den Forschungsdienst-Leiter Matthias Steinmann beginnen.
Steinmanns bevorstehende Pensionierung Mitte 2004 war der Auslöser für die geplante Umstrukturierung. Die privaten Anbieter hatten allerdings im Frühjahr dagegen protestiert, weil sie weder informiert noch in die Projektgruppe einbezogen worden waren.
(mk)
So soll die neue PDAG die bestehenden Radio- und TV-Messpanels (Radiocontrol, Telecontrol) der SRG abkaufen, diese betreiben und die Daten vermarkten. «Das bringt einen gewissen Gewinn an Effizienz», betont Rüegg.
Der DRS-Chef lädt alle interessierten Gruppen auf den 9. Juli zu einer Information nach Zürich ein. Ende August dürften die Stellungnahmen der Betroffenen bei Rüegg vorliegen. Im September soll gemäss SRG-Plan die neue Struk-tur von der SRG-Geschäftsleitung beschlossen werden. Danach kann die Suche nach einem Nachfolger für den Forschungsdienst-Leiter Matthias Steinmann beginnen.
Steinmanns bevorstehende Pensionierung Mitte 2004 war der Auslöser für die geplante Umstrukturierung. Die privaten Anbieter hatten allerdings im Frühjahr dagegen protestiert, weil sie weder informiert noch in die Projektgruppe einbezogen worden waren.
(mk)
