Voll in Fahrt
Daniel Schifferle über die neuesten Reichweiten der Deutschschweizer Presse
Daniel Schifferle über die neuesten Reichweiten der Deutschschweizer PresseEs geht wieder aufwärts. Nach zwei verlustreichen Jahren in den Lesermärkten kehren die Printmedien frisch gestärkt zurück: Lesen ist wieder angesagt, und für diverse Tageszeitungen ist zumindest die Erosion ihrer Leserschaft gestoppt. Der Zeitschriftenmarkt präsentiert sich gar in blendender Verfassung. Zusammengezählt haben die Deutschschweizer Zeitschriften über 800000 Leserinnen und Leser dazugewonnen – eine eigentliche Publikumsausweitung ist gelungen.Printmedien verteidigen aber nicht nur erfolgreich ihre Position, sie schaffen gar neue Wachstumsmärkte und bringen Dynamik in bestehende. Allein so unterschiedliche Titel wie NZZ am Sonntag und 20 Minuten bescherten den
Zeitungen innert Jahresfrist zusammen über 600000 zusätzliche Leser. Sonntagspresse, Pendlermarkt und Zeitschriften zusammengenommen, ziehen die Schweizer Printmedien fast anderthalb Millionen zusätzliche Leser in ihren Bann.
Die Printmedien haben die Sympathie des Medienpublikums derzeit auf ihrer Seite. Dies ist eine klare Aussage der Mach Basic 2003. Auch die Befürchtung, dass das Zielpublikum der Presse immer stärker ins Internet abwandert, scheint sich – vorerst zumindest – nicht zu bewahrheiten. Mit dem Zulauf, den die Gattung der Printmedien erlebt, bestätigt sie ihre zentrale Rolle als Plattform und Gestalterin des gesellschaftlichen Diskurses.
Gleichzeitig stottert aber der Werbemarkt nach wie vor in Besorgnis erregender Weise. Dabei wäre jetzt der ideale Zeitpunkt für die Rückkehr der Werbeinvestoren. Denn von der gestiegenen Aufmerksamkeit, die der Presse im Moment zukommt, würden in erster Linie die Inserenten profitieren. Auch angesichts der wachsenden Hoffnung auf eine baldige Erholung der Weltwirtschaft müsste jetzt die Zurückhaltung der Werbeauftraggeber in den Hintergrund treten.
Alles andere macht schlicht keinen Sinn.
> Daniel Schifferle, Ressortleiter Media
Zeitungen innert Jahresfrist zusammen über 600000 zusätzliche Leser. Sonntagspresse, Pendlermarkt und Zeitschriften zusammengenommen, ziehen die Schweizer Printmedien fast anderthalb Millionen zusätzliche Leser in ihren Bann.
Die Printmedien haben die Sympathie des Medienpublikums derzeit auf ihrer Seite. Dies ist eine klare Aussage der Mach Basic 2003. Auch die Befürchtung, dass das Zielpublikum der Presse immer stärker ins Internet abwandert, scheint sich – vorerst zumindest – nicht zu bewahrheiten. Mit dem Zulauf, den die Gattung der Printmedien erlebt, bestätigt sie ihre zentrale Rolle als Plattform und Gestalterin des gesellschaftlichen Diskurses.
Gleichzeitig stottert aber der Werbemarkt nach wie vor in Besorgnis erregender Weise. Dabei wäre jetzt der ideale Zeitpunkt für die Rückkehr der Werbeinvestoren. Denn von der gestiegenen Aufmerksamkeit, die der Presse im Moment zukommt, würden in erster Linie die Inserenten profitieren. Auch angesichts der wachsenden Hoffnung auf eine baldige Erholung der Weltwirtschaft müsste jetzt die Zurückhaltung der Werbeauftraggeber in den Hintergrund treten.
Alles andere macht schlicht keinen Sinn.
> Daniel Schifferle, Ressortleiter Media
