Sprüche ohne Winterzauber
Fachhandel Mit witzigen Inseraten von FCBLK will die Leder-Locher AG neue Kunden ansprechen.
Fachhandel Mit witzigen Inseraten von FCBLK will die Leder-Locher AG neue Kunden ansprechen.
Auch wenn sich der Nikolaus mit Knecht Ruprecht derzeit fleissig in den Inseratespalten und auf Plakatwänden tummelt, sind die beiden als Werbebotschafter nicht bei allen Auftraggebern willkommen. Einer davon ist das Lederwarenfachgeschäft Leder-Locher, das der Jahreszeit entsprechend sein Image auffrischen will. Bis anhin ist das Unternehmen vor allem bei speziellen Projekten kommunikativ aktiv geworden, sagt Kathrin Leder, Beraterin der konzeptführenden Agentur FCB Leutenegger Krüll (FCBLK). So etwa für die Neueröffnung der Filiale in Basel, als ein Hündchen mit Andy-Warhol-Frisur die Vorzüge einer neuen Taschenkreation demonstrierte. Für den aktuellen Auftritt hat das Kreativteam der Walliseller Agentur vier Anzeigen konzipiert. Obwohl diese Ende November gestartet sind, nimmt nur gerade ein Sujet Bezug auf das anstehende Weihnachtsfest. Und selbst dieses kommt gänzlich ohne Winterzauber daher: «Frauen sind käuflich, besonders an Weihnachten», behauptet die Headline neben einer eleganten Damentasche und schlägt damit ganz neue Töne in der Werbung des Lederspezialisten an.
Outlet-Store für kleine Budgets
Auch die drei Imagevisuals kokettieren mit polarisierenden Aussagen wie «Trennen Sie sich endlich von Ihrem alten Sack» oder «Sind Sie immer noch der Meinung, dass Statussymbole 4 Räder brauchen?». Die zweideutigen Schlagzeilen sollen bewusst provozieren, sagt Leder. Neben einem frischeren Image suche das Lederwarenfachgeschäft auch den Zugang zu neuen Kundensegmenten. Den Käufern sollen die Vorteile – Beratung, Serviceleistungen – gegenüber Warenhäusern wie Globus oder Jelmoli aufgezeigt werden.
Trotz der breiten Ansprache bewegt sich die angepeilte Zielgruppe, gemäss Kathrin Leder, im Bereich 30 plus. Schliesslich führt Leder-
Locher Markenprodukte von Luxuslabels wie Lagerfeld & Co. im Sortiment. Wem dafür das (Weihnachts-) Budget etwas zu niedrig ausgefallen ist, kann seine Liebsten trotzdem mit einem Lederaccessoire beglücken: Kürzlich hat Leder-Locher in Wallisellen seinen ersten Outlet-Store eröffnet, der Markenartikel zu reduzierten Preisen anbietet.
Kleine Historie der Leder-Locher AGDie heutige Leder-Locher AG geht auf eine 1822 am Münsterhof 19 in
Zürich eröffnete Sattlerwerkstatt zurück. Unter den Brüdern Heinrich und Gottlieb Locher, Inhaber in zweiter Generation, wird der
Sattlerladen 1861 zum Lederwarengeschäft mit eigener Produktion
ausgebaut. Anfang der Zwanzigerjahre übernimmt Hans Locher das
Geschäft, das fortan als Hans Locher & Co. firmiert. 1964 wird das
Unternehmen in die Familien-AG Leder-Locher AG umgewandelt.
Heute verfügt der Spezialist für Lederwaren über Filialen in
Zürich, Wallisellen, Winterthur, Schaffhausen, Basel und Luzern.
Neben der Eigenproduktion von Handtaschen, Kleinlederwaren und Schirmen führt Leder-Locher auch Erzeugnisse von Markenherstellern wie Bogner, Burberry oder Lagerfeld im Sortiment.(sk)
«Zweideutige Schlagzeilen, die bewusst provozieren sollen»: Anzeigenkampagne für Leder-Locher.
Simone Keller
Auch wenn sich der Nikolaus mit Knecht Ruprecht derzeit fleissig in den Inseratespalten und auf Plakatwänden tummelt, sind die beiden als Werbebotschafter nicht bei allen Auftraggebern willkommen. Einer davon ist das Lederwarenfachgeschäft Leder-Locher, das der Jahreszeit entsprechend sein Image auffrischen will. Bis anhin ist das Unternehmen vor allem bei speziellen Projekten kommunikativ aktiv geworden, sagt Kathrin Leder, Beraterin der konzeptführenden Agentur FCB Leutenegger Krüll (FCBLK). So etwa für die Neueröffnung der Filiale in Basel, als ein Hündchen mit Andy-Warhol-Frisur die Vorzüge einer neuen Taschenkreation demonstrierte. Für den aktuellen Auftritt hat das Kreativteam der Walliseller Agentur vier Anzeigen konzipiert. Obwohl diese Ende November gestartet sind, nimmt nur gerade ein Sujet Bezug auf das anstehende Weihnachtsfest. Und selbst dieses kommt gänzlich ohne Winterzauber daher: «Frauen sind käuflich, besonders an Weihnachten», behauptet die Headline neben einer eleganten Damentasche und schlägt damit ganz neue Töne in der Werbung des Lederspezialisten an.
Outlet-Store für kleine Budgets
Auch die drei Imagevisuals kokettieren mit polarisierenden Aussagen wie «Trennen Sie sich endlich von Ihrem alten Sack» oder «Sind Sie immer noch der Meinung, dass Statussymbole 4 Räder brauchen?». Die zweideutigen Schlagzeilen sollen bewusst provozieren, sagt Leder. Neben einem frischeren Image suche das Lederwarenfachgeschäft auch den Zugang zu neuen Kundensegmenten. Den Käufern sollen die Vorteile – Beratung, Serviceleistungen – gegenüber Warenhäusern wie Globus oder Jelmoli aufgezeigt werden.
Trotz der breiten Ansprache bewegt sich die angepeilte Zielgruppe, gemäss Kathrin Leder, im Bereich 30 plus. Schliesslich führt Leder-
Locher Markenprodukte von Luxuslabels wie Lagerfeld & Co. im Sortiment. Wem dafür das (Weihnachts-) Budget etwas zu niedrig ausgefallen ist, kann seine Liebsten trotzdem mit einem Lederaccessoire beglücken: Kürzlich hat Leder-Locher in Wallisellen seinen ersten Outlet-Store eröffnet, der Markenartikel zu reduzierten Preisen anbietet.
Kleine Historie der Leder-Locher AGDie heutige Leder-Locher AG geht auf eine 1822 am Münsterhof 19 in
Zürich eröffnete Sattlerwerkstatt zurück. Unter den Brüdern Heinrich und Gottlieb Locher, Inhaber in zweiter Generation, wird der
Sattlerladen 1861 zum Lederwarengeschäft mit eigener Produktion
ausgebaut. Anfang der Zwanzigerjahre übernimmt Hans Locher das
Geschäft, das fortan als Hans Locher & Co. firmiert. 1964 wird das
Unternehmen in die Familien-AG Leder-Locher AG umgewandelt.
Heute verfügt der Spezialist für Lederwaren über Filialen in
Zürich, Wallisellen, Winterthur, Schaffhausen, Basel und Luzern.
Neben der Eigenproduktion von Handtaschen, Kleinlederwaren und Schirmen führt Leder-Locher auch Erzeugnisse von Markenherstellern wie Bogner, Burberry oder Lagerfeld im Sortiment.(sk)
«Zweideutige Schlagzeilen, die bewusst provozieren sollen»: Anzeigenkampagne für Leder-Locher.
Simone Keller
