Gemeinsam in Richtung Nummer eins
Agenturen Advico Young & Rubicam verstärkt die Kreation: Urs Schrepfer stösst als CD zur Geschäftsleitung.
Agenturen Advico Young & Rubicam verstärkt die Kreation: Urs Schrepfer stösst als CD zur Geschäftsleitung. Ende 2004 ist es so weit: Die Werbeagenturen Guye Benker und Advico Young & Rubicam werden zusammengeführt. Bereits heute kannEdgar C. Britschgi als Vorsitzender eine neue Besetzung seiner Geschäftsleitung vorstellen. AY&R, eine der führenden Kreativagenturen der Schweiz, verstärkt ihre Kreation. Ab Oktober 2004 wird Urs Schrepfer als CD und Mitglied der Geschäftsleitung gemeinsam mit Daniel Comte die Kreativteams in Zürich Gockhausen leiten. Beide CDs haben ihre Kunden, wollen aber gegenseitig beim gemeinsamen Diskutieren der Ideen profitieren. Daniel Comte ist seit Juni 2002 bei AY&R und seit Juli 2004 interimistisch alleine als CD verantwortlich. Er ist ADC-Mitglied und in der Jury von «The Best of Best» des Y&R- Netzwerkes. Urs Schrepfer ist seit 1995 ADC-Mitglied und war bereits von 1992 bis Mitte 2002 bei Y&R
tätig, zuerst als Konzepter/Texter, danach als CD. Die letzten Jahre war er als geschäftsleitender CD bei Jung von Matt/Limmat für den kreativen Turnaround verantwortlich.
Wieso jetzt das Comeback? Urs Schrepfer: «Nach zehn Jahren Advico kam ich in Kontakt mit Dominik von Matt, das war zur gleichen Zeit, als Spillmann Felser sich formiert haben.» Es sei extrem wertvoll gewesen, wieder einmal zu sehen, wie andere Agenturen arbeiten und diese Erfahrungen jetzt bei AY&R einfliessen zu lassen. Jetzt ist sich Urs Schrepfer sicher, dass sich in Gockhausen «etwas wahnsinnig Spannendes formiert». Also: «Keine Rückkehr, sondern ein Einstieg in eine neue Art von Agentur.» Denn: Mit der neuen Besetzung der Geschäftsleitung bei AY&R kommt ein wichtiger Strukturwandel in seine Abschlussphase.
Chancen für neue Talente
Was hat sich verändert gegenüber Advico früher? Damals hatte man einen grossen Stamm von sehr guten Leuten. Alle haben sehr lange miteinander zusammengearbeitet und dabei immer wieder «sehr gute Geschichten entwickelt». Dadurch ist AY&R die Nummer 1 geworden. «Das hat aber auch den Nachteil gehabt, dass eine gewisse Behäbigkeit eingetreten ist», meint Schrepfer. «Jetzt sollen neue Talente Chancen bekommen und am richtigen Ort eingesetzt werden», verrät Comte.
Für beide neu ist auch die Zusammenarbeit mit David Allemann, Leiter Strategie, und Thomas Städeli, Leiter Beratung. Beide seien jung und sehr talentiert. «Wir merken in der Geschäftsleitung, dass wir alle am selben Strick ziehen. Wir haben uns verschiedene Veränderungen für die Zukunft auf die Fahne geschrieben.» Zudem ist geplant, dass demnächst neue Leute für die Kreation aufgenommen werden.
Das Ziel für eine gute Agentur muss immer die Nummer 1 sein. Als Zwischenziel kann man vielleicht noch die Nummer 3 angeben im Kreativ-Ranking. Derzeit sei es auch so, dass die Kreativen in der Branche nicht mehr nur eine oder zwei Agenturen als die besten einstufen. «Das hat sich extrem ausgeweitet gegenüber noch vor drei Jahren», meint Comte. Heute kann sich ein Topkreativer vorstellen, in fünf oder sechs Agenturen zu arbeiten. «Es gibt keinen klaren Leader und es gibt eine neue Generation von Leuten, die sich auf die Agenturen verteilen», meint Schrepfer. «Die Spitze ist breiter, das Niveau aber tiefer geworden», bestätigt auch Comte. «Dieses Niveau wieder zu heben, das ist die grosse Herausforderung.»
Starkes Kreativduo: Daniel Comte (links) und Urs Schrepfer.
Zeit für NeuesDer Verkauf von Guye Benker an das internationale Agenturnetzwerk von Young & Rubicam erfolgte bereits im Februar 2003. Auch damit schliesst sich ein Kreis. Bevor Christophe Guye 1990 Guye & Partner gegründet hat, war er leitender Berater bei AY&R. Nun findet seine Neugründung quasi wieder ins Mutterhaus zurück. Guye Benker entwickelte sich in den rund 15 Jahren dazwischen gut und wuchs auf über 20 Mitarbeiter mit Honorareinnahmen von 4,5 Millionen Franken an. Christophe Guye kündigte seinen Abschied als Geschäftsführer von Guye Benker an mit: «Nun ist es Zeit für neue Herausforderungen». Er wird den Zusammenschluss nur kurz begleiten und sich dann als «Business Incubator» beim Auf- und Ausbau anderer Firmen engagieren. Erste Mandate in den Bereichen Bekleidung, Food und Kosmetik habe erbereits angenommen, erklärt Guye.
Andreas Panzeri
tätig, zuerst als Konzepter/Texter, danach als CD. Die letzten Jahre war er als geschäftsleitender CD bei Jung von Matt/Limmat für den kreativen Turnaround verantwortlich.
Wieso jetzt das Comeback? Urs Schrepfer: «Nach zehn Jahren Advico kam ich in Kontakt mit Dominik von Matt, das war zur gleichen Zeit, als Spillmann Felser sich formiert haben.» Es sei extrem wertvoll gewesen, wieder einmal zu sehen, wie andere Agenturen arbeiten und diese Erfahrungen jetzt bei AY&R einfliessen zu lassen. Jetzt ist sich Urs Schrepfer sicher, dass sich in Gockhausen «etwas wahnsinnig Spannendes formiert». Also: «Keine Rückkehr, sondern ein Einstieg in eine neue Art von Agentur.» Denn: Mit der neuen Besetzung der Geschäftsleitung bei AY&R kommt ein wichtiger Strukturwandel in seine Abschlussphase.
Chancen für neue Talente
Was hat sich verändert gegenüber Advico früher? Damals hatte man einen grossen Stamm von sehr guten Leuten. Alle haben sehr lange miteinander zusammengearbeitet und dabei immer wieder «sehr gute Geschichten entwickelt». Dadurch ist AY&R die Nummer 1 geworden. «Das hat aber auch den Nachteil gehabt, dass eine gewisse Behäbigkeit eingetreten ist», meint Schrepfer. «Jetzt sollen neue Talente Chancen bekommen und am richtigen Ort eingesetzt werden», verrät Comte.
Für beide neu ist auch die Zusammenarbeit mit David Allemann, Leiter Strategie, und Thomas Städeli, Leiter Beratung. Beide seien jung und sehr talentiert. «Wir merken in der Geschäftsleitung, dass wir alle am selben Strick ziehen. Wir haben uns verschiedene Veränderungen für die Zukunft auf die Fahne geschrieben.» Zudem ist geplant, dass demnächst neue Leute für die Kreation aufgenommen werden.
Das Ziel für eine gute Agentur muss immer die Nummer 1 sein. Als Zwischenziel kann man vielleicht noch die Nummer 3 angeben im Kreativ-Ranking. Derzeit sei es auch so, dass die Kreativen in der Branche nicht mehr nur eine oder zwei Agenturen als die besten einstufen. «Das hat sich extrem ausgeweitet gegenüber noch vor drei Jahren», meint Comte. Heute kann sich ein Topkreativer vorstellen, in fünf oder sechs Agenturen zu arbeiten. «Es gibt keinen klaren Leader und es gibt eine neue Generation von Leuten, die sich auf die Agenturen verteilen», meint Schrepfer. «Die Spitze ist breiter, das Niveau aber tiefer geworden», bestätigt auch Comte. «Dieses Niveau wieder zu heben, das ist die grosse Herausforderung.»
Starkes Kreativduo: Daniel Comte (links) und Urs Schrepfer.
Zeit für NeuesDer Verkauf von Guye Benker an das internationale Agenturnetzwerk von Young & Rubicam erfolgte bereits im Februar 2003. Auch damit schliesst sich ein Kreis. Bevor Christophe Guye 1990 Guye & Partner gegründet hat, war er leitender Berater bei AY&R. Nun findet seine Neugründung quasi wieder ins Mutterhaus zurück. Guye Benker entwickelte sich in den rund 15 Jahren dazwischen gut und wuchs auf über 20 Mitarbeiter mit Honorareinnahmen von 4,5 Millionen Franken an. Christophe Guye kündigte seinen Abschied als Geschäftsführer von Guye Benker an mit: «Nun ist es Zeit für neue Herausforderungen». Er wird den Zusammenschluss nur kurz begleiten und sich dann als «Business Incubator» beim Auf- und Ausbau anderer Firmen engagieren. Erste Mandate in den Bereichen Bekleidung, Food und Kosmetik habe erbereits angenommen, erklärt Guye.
Andreas Panzeri
