Lokale BZ-Kunden sind sauer
Zeitungen Der neue Stadttarif der Berner Zeitung, vorab dessen (Nicht-)Kommunikation, sorgt für neuen Ärger.
Zeitungen Der neue Stadttarif der Berner Zeitung, vorab dessen (Nicht-)Kommunikation, sorgt für neuen Ärger.Gemäss dem Tarifplan der Berner Zeitung (BZ) führt das Blatt wie bisher einen Stadttarif für lokale Kunden. Doch im Unterschied zu anderen BZ-Split-Tarifen, die gegenüber 2003 zwischen ein und drei Prozent aufgeschlagen haben, wurde der Stadttarif um satte 31 Prozent teurer. Der Grund ist einfach: Wie bei der BZ-Gesamtausgabe wird seit Anfang Januar auch hier die Mehrleistung durch den Bund hinzu addiert.Nur ist dies im Kurztarif nirgends erwähnt. Auch Angaben zur Leistung (Auflage) fehlen. Kein Wunder, sind nicht nur nationale, sondern auch lokale Werbekunden erstaunt und erzürnt. Das bestätigt Walter Althaus, Direktor Publicitas Bern, der in diesem Zusammenhang drei Reaktionen unterscheidet: «Wer vorher sowohl BZ als auch Bund belegte, freut sich über die Vergünstigung. Wer nur die BZ buchte, stutzt. Und für Kunden, die nur im Bund inserierten, ist es ganz schlimm, denn das Kombi kommt sie wesentlich teurer.» Letztere würden tendenziell nach Alternativen suchen, während die ehemaligen Nur-BZ-Bucher eher kleinere Anzeigen oder weniger oft schalten.
Die mangelhafte Information über den Stadttarif hat auch Jürg Siegrist, Direktor des Verbandes Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA) verärgert. Er erfuhr erst kurz vor Weihnachten und dann noch unvollständig von dessen Existenz. Bei der Migros Aare, die den Tarif in Einzelfällen – wie etwa Berner Filialeröffnungen – nutzen kann, wusste man gar diese Woche noch nichts davon. Diese (Des)Informationspolitik scheint System zu haben. So liess BZ-Anzeigenleiter Michael Seiler seit November mehrere Werbewoche-Anfragen zum Stadttarif unbeantwortet.
Publicitas hingegen informiert offensiv: Gemäss Althaus’ Angaben setzt sich der neue BZ-Stadtsplit aus der gesamten Bund-Auflage (66242 Exemplare) und den 86429 Exemplaren der BZ-Stadtausgabe zusammen.
Markus Knöpfli
Die mangelhafte Information über den Stadttarif hat auch Jürg Siegrist, Direktor des Verbandes Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA) verärgert. Er erfuhr erst kurz vor Weihnachten und dann noch unvollständig von dessen Existenz. Bei der Migros Aare, die den Tarif in Einzelfällen – wie etwa Berner Filialeröffnungen – nutzen kann, wusste man gar diese Woche noch nichts davon. Diese (Des)Informationspolitik scheint System zu haben. So liess BZ-Anzeigenleiter Michael Seiler seit November mehrere Werbewoche-Anfragen zum Stadttarif unbeantwortet.
Publicitas hingegen informiert offensiv: Gemäss Althaus’ Angaben setzt sich der neue BZ-Stadtsplit aus der gesamten Bund-Auflage (66242 Exemplare) und den 86429 Exemplaren der BZ-Stadtausgabe zusammen.
Markus Knöpfli
