Keine museale Werbestrategie

Museumswerbung Das neue MfK-Konzept verlangt neue Werbung.

Museumswerbung Das neue MfK-Konzept verlangt neue Werbung.Die Hauptinformationskanäle des MfK sind Medienberichte, Plakatwerbung und Mundpropaganda, so die Ergebnisse der Marktforschungen. Danach richtet Alberto Meyer, Leiter Marketing und Kommunikation des MfK, seine Kommunikationspolitik. Ein spezifisches Problem seiner Medienarbeit stellt die angebotene Themenbreite dar, denn die Adressaten der Medieninformationen wechseln ständig: Kultur-, Medien-, Wissenschafts- und häufig die Stadtredaktion. «Immerhin können wir uns glücklich schätzen, dass wir als Museum mittlerer Statur eine ausserordentliche Beachtung in den Medien geniessen», sagt Meyer erfreut. Im PR-Bereich ist die Website hervorzuheben, die im Mai – mit einer noch stärkeren Ausrichtung auf die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen – ihren Relaunch erfährt.Der zweite Kommunikationspfeiler ist die klassische Werbung, in erster Linie Plakate und Prospekte. Die unspezifische Dachwerbung, welche die Marke «Museum für Kommunikation» aufbaut, wird von der Produktwerbung, vor allem für die Sonderausstellungen, flankiert. Der mit der letztjährigen Neueröffnung verbundene neue Werbeauftritt wurde von der kreativen Agentur Wyler Werbung konzipiert. Ein modulares System von Sujets, die jährlich ergänzt werden und die unter dem Motto «Ein Museum, das allen etwas sagt» die Bandbreite und Vielfalt des Hauses bewusst machen soll.
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Beim Schulsegment setzt das Museum auf One-to-One. Die persönliche Ansprache der Pädagogen erfolgt jeweils mit 10000 Briefen, die ihre Wirkung nicht verfehlen, so dass kaum andere Instrumente eingesetzt werden.
Das Beispiel der letztjährigen Eröffnungskampagne, für die das MfK die Marketing-Trophy erhalten hat, zeigt, dass das Museum auch alle Instrumente auszuschöpfen weiss: Die Neueröffnung wurde mit Interaction Concept in Aarau durch eine integrierte Kommunikationskampagne begleitet. Sie begann bereits beim Abbruch der vorausgegangenen Ausstellung mit einem Baustellen-Event. Diesem folgten danach Elemente der Strassenpromotion, des DM, der Crossmedia-Kommunikation, des Eventmarketings und der klassischen Werbung. Aus Kostengründen sind solche Kampagnen nur möglich, wenn ausserordentliche Finanzmittel dafür generiert werden können.
Blick hinter die Kulissen: Heilsbringer im Museum für Kommunikation.
Luca Aloisi

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