Wem die Minute schlägt
Zeitungen In der neuen Leserkampagne für die Basler Zeitung argumentiert cR DDB mit deren Vielfalt.
Zeitungen In der neuen Leserkampagne für die Basler Zeitung argumentiert cR DDB mit deren Vielfalt.Wenige Monate vor dem geplanten Relaunch feiert die Basler Zeitung (BaZ) ihre Leserinnen und Leser mit einer Bestätigungskampagne im Print und im Radio. Unter dem Slogan «Lesen Sie aus» stellt das neue Modul in einer schon länger laufenden Kampagne von cR DDB die Vorteile der Komplettzeitung heraus. Die Agentur hat den Kunden im letzten Sommer in einer Konkurrenzpräsentation mit der Idee einer Modellkampagne gewonnen. Damit sollen in verschiedenen Zeitabschnitten jeweils andere Aspekte der Zeitung herausgestellt werden. Aktuell das Thema «Komplettzeitung».Nur aus einer Komplettzeitung kann sich jeder «Ausleser» täglich seine eigene Basler Zeitung zusammenstellen. Diese Botschaft transportieren die doppel- und halbseitigen Anzeigen mit jeweils einem Paar von Leserinnen und Lesern aus der Nordwestschweiz, darunter Prominente wie die Tennisspielerin Patty Schnyder, die Schriftstellerin Zoë Jenny, der Lovebugs-Sänger Adrian Sieber und der Theaterdirektor Michael Schindhelm.
BaZ ist individuell nutzbar
Diese Promis verraten nicht nur, wie viele Minuten sie täglich mit der BaZ verbringen. Sie geben auch ihre Interessen preis – und zeigen damit, dass die BaZ als Komplettzeitung all diese Ansprüche individuell bedienen kann. So wird das Leseverhalten des Basler Theaterdirektors Michael Schindhelm mit jenem von Tourismusdirektor Daniel Egloff verglichen. «Michael Schindhelm liest anders aus als Daniel Egloff», heisst es im Text zum Inserat. Dann wird präzisiert. Für den Theaterdirektor, der täglich 30 Minuten für die BaZ aufwendet, ist die Zeitung der «Resonanzraum der Basler Seele». Er vertieft sich darin in die Kulturseiten, in den Regionalteil – und immer in die Letzte. Anders der Tourismusdirektor Daniel Egloff. Dieser freut sich täglich 19 Minuten auf ein faktenstarkes «Update» über Politik und Gesellschaft.
In einem anderen Sujet werden die Ansprüche an eine Zeitung von Patty Schnyder denjenigen von Adrian Sieber gegenübergestellt. Der Sänger der Lovebugs liest
27 Minuten und interessiert sich vor allem für Politik, Kultur und Nachrichten über den FC Basel, während die internationale Tennisspielerin in erster Linie die Onlineausgabe der BaZ schätzt und dies täglich während 13 Minuten.
«Und was ist für Sie heute drin?», fragt der Inserattext jeweils am Schluss. Dann folgt der doppelsinnige Claim: «Lesen Sie aus.»
Natürlich sind die Minutenangaben auch ein witziger Seitenhieb auf die Pendlerzeitung 20 Minuten. Das spiegelt sich auch im gleichen Layout. Allerdings soll dieses Detail der Konkurrenz nie im Vordergrund der strategischen Überlegungen gestanden haben.
Bei der Auswahl der Prominenten ist man bei den Basler Persönlichkeiten sofort auf viel Sympathie für die Werbeidee gestossen, wie CD Hans Tanner bei cR DDB verrät. In zukünftigen Inseraten sollen weitere Basler Figuren von öffentlichem Interesse sowie auch unbekannte Leserinnen und Leser porträtiert werden.
Die Kampagne «Lesen Sie aus» wird neben dem Print auch im
Radio gestützt. Vier verschiedene Radiospots dramatisieren hier die Themenvielfalt der BaZ durch ihr Gegenteil: Einfalt.
Im Spot «Party» trifft zum Beispiel ein Mann eine alte Bekannte. Man freut sich, hat sich aber überhaupt nichts zu sagen und ringt nur verzweifelt nach Worten. Ebenso inhaltslos ist ein Dialog im Spot «Wetter» – wo nur nichts sagende Banalitäten ausgetauscht werden – oder ein hilfloses «Fachsimpeln» ohne Fakten über Britney Spears.
Diese Smallest-Talk-Dialoge enden jeweils mit der trockenen Auflösung: «Nicht alle Menschen haben etwas zu erzählen. Aber es lesen ja auch nicht alle die BaZ.»
Minute für Minute: Die einen picken Häppchen, andere nutzen das breite Infoangebot. Mit der Basler Zeitung, so die Werbebotschaft, kann jeder nach seiner Façon glücklich werden. >> Seite 7
Ob 13 oder 30 Minuten Lektüre: Die Baz will für alle Bedürfnisse eine Komplettzeitung sein.
Andreas Panzeri
BaZ ist individuell nutzbar
Diese Promis verraten nicht nur, wie viele Minuten sie täglich mit der BaZ verbringen. Sie geben auch ihre Interessen preis – und zeigen damit, dass die BaZ als Komplettzeitung all diese Ansprüche individuell bedienen kann. So wird das Leseverhalten des Basler Theaterdirektors Michael Schindhelm mit jenem von Tourismusdirektor Daniel Egloff verglichen. «Michael Schindhelm liest anders aus als Daniel Egloff», heisst es im Text zum Inserat. Dann wird präzisiert. Für den Theaterdirektor, der täglich 30 Minuten für die BaZ aufwendet, ist die Zeitung der «Resonanzraum der Basler Seele». Er vertieft sich darin in die Kulturseiten, in den Regionalteil – und immer in die Letzte. Anders der Tourismusdirektor Daniel Egloff. Dieser freut sich täglich 19 Minuten auf ein faktenstarkes «Update» über Politik und Gesellschaft.
In einem anderen Sujet werden die Ansprüche an eine Zeitung von Patty Schnyder denjenigen von Adrian Sieber gegenübergestellt. Der Sänger der Lovebugs liest
27 Minuten und interessiert sich vor allem für Politik, Kultur und Nachrichten über den FC Basel, während die internationale Tennisspielerin in erster Linie die Onlineausgabe der BaZ schätzt und dies täglich während 13 Minuten.
«Und was ist für Sie heute drin?», fragt der Inserattext jeweils am Schluss. Dann folgt der doppelsinnige Claim: «Lesen Sie aus.»
Natürlich sind die Minutenangaben auch ein witziger Seitenhieb auf die Pendlerzeitung 20 Minuten. Das spiegelt sich auch im gleichen Layout. Allerdings soll dieses Detail der Konkurrenz nie im Vordergrund der strategischen Überlegungen gestanden haben.
Bei der Auswahl der Prominenten ist man bei den Basler Persönlichkeiten sofort auf viel Sympathie für die Werbeidee gestossen, wie CD Hans Tanner bei cR DDB verrät. In zukünftigen Inseraten sollen weitere Basler Figuren von öffentlichem Interesse sowie auch unbekannte Leserinnen und Leser porträtiert werden.
Die Kampagne «Lesen Sie aus» wird neben dem Print auch im
Radio gestützt. Vier verschiedene Radiospots dramatisieren hier die Themenvielfalt der BaZ durch ihr Gegenteil: Einfalt.
Im Spot «Party» trifft zum Beispiel ein Mann eine alte Bekannte. Man freut sich, hat sich aber überhaupt nichts zu sagen und ringt nur verzweifelt nach Worten. Ebenso inhaltslos ist ein Dialog im Spot «Wetter» – wo nur nichts sagende Banalitäten ausgetauscht werden – oder ein hilfloses «Fachsimpeln» ohne Fakten über Britney Spears.
Diese Smallest-Talk-Dialoge enden jeweils mit der trockenen Auflösung: «Nicht alle Menschen haben etwas zu erzählen. Aber es lesen ja auch nicht alle die BaZ.»
Minute für Minute: Die einen picken Häppchen, andere nutzen das breite Infoangebot. Mit der Basler Zeitung, so die Werbebotschaft, kann jeder nach seiner Façon glücklich werden. >> Seite 7
Ob 13 oder 30 Minuten Lektüre: Die Baz will für alle Bedürfnisse eine Komplettzeitung sein.
Andreas Panzeri
