Ein Zeigefinger für Toyota
Automobil Wirz bringt für Toyota Walter Eggenberger zurück ins Fernsehen. Dort spielt er seine alte Rolle neu.
Automobil Wirz bringt für Toyota Walter Eggenberger zurück ins Fernsehen. Dort spielt er seine alte Rolle neu.
Einheimische Promis, die in der Schweiz für japanische Autos werben, haben Tradition. Legendär sind die Spots mit Bernhard Russi für Subaru oder Walter Roderer für Mitsubishi. Die Idee mit den Vertrauen erweckenden Testimonials hat jetzt aber mit den Spots von Walter Eggenberger für Toyota eine neue Dimension erreicht: Die Filme mit dem früheren Moderator von «10 vor 10» sind zum Verwechseln ähnlich wie das News-Magazin gestylt und werden im Schweizer Fernsehen möglichst nahe beim originalen Vorbild für die Spots geschaltet.Entstanden ist die Idee nicht, weil die Agentur partout eine Werbung mit Promis wollte. Gemäss Briefing musste Wirz Werbung kommunizieren, dass Pannenstatistiken, Studien über Kundenzufriedenheit und Berichte in der Fachpresse über Innovationen bei Toyota zeigen, dass sich diese Marke zu Recht mit der Aussage schmücken darf: «Toyota baut die besten Autos der Welt.» Diese Erkenntnis gab den Anstoss zu einer breit angelegten nationalen Kampagne und zur Idee, dass es für so viele Fakten kein geeigneteres Sendegefäss gibt als eine News-Sendung. Und wer bietet sich dafür besser an als Walter Eggenberger, Mann der ersten Stunde bei «10 vor 10» und selber überzeugter Toyotafahrer? Als Zugabe ist es natürlich Absicht, dass die Zuschauer und vor allem auch Zuschauerinnen erstaunt sein werden, wenn sie die Stimme von «sexy Walti» (so der Blick in den 80er-Jahren) wieder hören.
Information statt Werbeslogans
Der News-Mann ist für Wirz Werbung der ideale Vermittler der Fakten rund um diese wahre Erfolgsgeschichte von Toyota. «Passend dazu ist auch der Text bewusst nicht werberisch gestaltet worden und passt zum Umfeld des News-Formats», erklärt CD Hanspeter Schweizer.
Der Longspot ist stilistisch genau so gestaltet wie «10 vor 10». Eggenberger führt ins Thema ein, indem er eine Meldung präsentiert, wonach «die zufriedensten Autofahrer Deutschlands» einen Toyota fahren. Weiter berichtet Eggenberger: «Das hat eine unabhängige Untersuchung unter 16800 deutschen Autofahrern ergeben.» Nach dem gleichen
Muster funktioniert eine Meldung zu einer Statistik des Touring Clubs der Schweiz. Dieser hat die Pannenhäufigkeit untersucht. Die Veröffentlichung zeigte, dass auf den Plätzen mit der höchsten Zuverlässigkeit viermal Toyota zu Ehren kam. «Was haben Toyota-Fahrer davon?», fragt Eggenberger. Die werbewirksame Antwort im Spot heisst: tiefe Unterhaltskosten sowie einen garantiert hohen Wiederverkaufswert.
Wie beim echten «10 vor 10» wechseln sich im Spot mehrere Zwischenmoderationen und Filmbeiträge ab. Die Inhalte werden dabei wie bei einer News-Sendung mit journalistischen Methoden glaubwürdig gemacht. So fragt Eggenberger zum Beispiel: «Wie europäisch ist Toyota?» – Die Antwort lautet: «Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Toyota im letzten Jahr 4,5 Milliarden Euro in Europa investiert und damit 56000 Arbeitsplätze geschaffen.» Zum Thema «Abgaswerte» wird aus einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung zitiert. Zum Stichwort «Beispielhafte Ökologie» beruft sich die News-Persiflage auf echte Berichte in der Wirtschafts- und Fachpresse.
In der Romandie sind die Spots nach dem gleichen Prinzip ebenfalls mit einem ähnlich beliebten Ex-Nachrichtenmoderator und im Tessin mit einer ehemaligen Moderatorin realisiert worden.
«10 vor 10» reagiert prompt Die unkonventionelle Idee hat beim echten «10 vor 10» sogar einen journalistischen Beitrag provoziert. Mit wenig Sachkenntnis, dafür viel Häme für Ex-Kollege Walti hat man versucht, einen Beitrag über Promis in der Werbung zu basteln. Die Werber durften sich trotz dem Fehlen professioneller Analysen zum eigentlich interessanten Thema über den Beitrag freuen. Der Bericht in «10 vor 10» war 4 Minuten und 47 Sekunden lang. Drei Minuten davon waren Toyota gewidmet. Ein 60-Sekunden-Spot rund ums News-Magazin kostet 27000 Franken. «Wenn wir das nun hochrechnen, erhalten wir einen zusätzlichen Werbewert von 81000 Franken», rechnete Berater Roman Jud bei Wirz Werbung.
Flankiert wird die aus einem drei Minuten dauernden Longspot und mehreren kürzeren Spots bestehende Fernsehkampagne mit Anzeigen, die anhand einer ganzen Reihe von Beispielen die grosse Kompetenz von Toyota im Autobau eindrücklich demonstrieren sollen: Qualität, Technologie, Ökologie, Innovation und Unternehmensführung.
Fakten, Fakten, Fakten: Der ehemalige «10 vor 10»-Mann Walter Eggenberger klopft keine PR-Sprüche.
Einheimische Promis, die in der Schweiz für japanische Autos werben, haben Tradition. Legendär sind die Spots mit Bernhard Russi für Subaru oder Walter Roderer für Mitsubishi. Die Idee mit den Vertrauen erweckenden Testimonials hat jetzt aber mit den Spots von Walter Eggenberger für Toyota eine neue Dimension erreicht: Die Filme mit dem früheren Moderator von «10 vor 10» sind zum Verwechseln ähnlich wie das News-Magazin gestylt und werden im Schweizer Fernsehen möglichst nahe beim originalen Vorbild für die Spots geschaltet.Entstanden ist die Idee nicht, weil die Agentur partout eine Werbung mit Promis wollte. Gemäss Briefing musste Wirz Werbung kommunizieren, dass Pannenstatistiken, Studien über Kundenzufriedenheit und Berichte in der Fachpresse über Innovationen bei Toyota zeigen, dass sich diese Marke zu Recht mit der Aussage schmücken darf: «Toyota baut die besten Autos der Welt.» Diese Erkenntnis gab den Anstoss zu einer breit angelegten nationalen Kampagne und zur Idee, dass es für so viele Fakten kein geeigneteres Sendegefäss gibt als eine News-Sendung. Und wer bietet sich dafür besser an als Walter Eggenberger, Mann der ersten Stunde bei «10 vor 10» und selber überzeugter Toyotafahrer? Als Zugabe ist es natürlich Absicht, dass die Zuschauer und vor allem auch Zuschauerinnen erstaunt sein werden, wenn sie die Stimme von «sexy Walti» (so der Blick in den 80er-Jahren) wieder hören.
Information statt Werbeslogans
Der News-Mann ist für Wirz Werbung der ideale Vermittler der Fakten rund um diese wahre Erfolgsgeschichte von Toyota. «Passend dazu ist auch der Text bewusst nicht werberisch gestaltet worden und passt zum Umfeld des News-Formats», erklärt CD Hanspeter Schweizer.
Der Longspot ist stilistisch genau so gestaltet wie «10 vor 10». Eggenberger führt ins Thema ein, indem er eine Meldung präsentiert, wonach «die zufriedensten Autofahrer Deutschlands» einen Toyota fahren. Weiter berichtet Eggenberger: «Das hat eine unabhängige Untersuchung unter 16800 deutschen Autofahrern ergeben.» Nach dem gleichen
Muster funktioniert eine Meldung zu einer Statistik des Touring Clubs der Schweiz. Dieser hat die Pannenhäufigkeit untersucht. Die Veröffentlichung zeigte, dass auf den Plätzen mit der höchsten Zuverlässigkeit viermal Toyota zu Ehren kam. «Was haben Toyota-Fahrer davon?», fragt Eggenberger. Die werbewirksame Antwort im Spot heisst: tiefe Unterhaltskosten sowie einen garantiert hohen Wiederverkaufswert.
Wie beim echten «10 vor 10» wechseln sich im Spot mehrere Zwischenmoderationen und Filmbeiträge ab. Die Inhalte werden dabei wie bei einer News-Sendung mit journalistischen Methoden glaubwürdig gemacht. So fragt Eggenberger zum Beispiel: «Wie europäisch ist Toyota?» – Die Antwort lautet: «Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Toyota im letzten Jahr 4,5 Milliarden Euro in Europa investiert und damit 56000 Arbeitsplätze geschaffen.» Zum Thema «Abgaswerte» wird aus einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung zitiert. Zum Stichwort «Beispielhafte Ökologie» beruft sich die News-Persiflage auf echte Berichte in der Wirtschafts- und Fachpresse.
In der Romandie sind die Spots nach dem gleichen Prinzip ebenfalls mit einem ähnlich beliebten Ex-Nachrichtenmoderator und im Tessin mit einer ehemaligen Moderatorin realisiert worden.
«10 vor 10» reagiert prompt Die unkonventionelle Idee hat beim echten «10 vor 10» sogar einen journalistischen Beitrag provoziert. Mit wenig Sachkenntnis, dafür viel Häme für Ex-Kollege Walti hat man versucht, einen Beitrag über Promis in der Werbung zu basteln. Die Werber durften sich trotz dem Fehlen professioneller Analysen zum eigentlich interessanten Thema über den Beitrag freuen. Der Bericht in «10 vor 10» war 4 Minuten und 47 Sekunden lang. Drei Minuten davon waren Toyota gewidmet. Ein 60-Sekunden-Spot rund ums News-Magazin kostet 27000 Franken. «Wenn wir das nun hochrechnen, erhalten wir einen zusätzlichen Werbewert von 81000 Franken», rechnete Berater Roman Jud bei Wirz Werbung.
Flankiert wird die aus einem drei Minuten dauernden Longspot und mehreren kürzeren Spots bestehende Fernsehkampagne mit Anzeigen, die anhand einer ganzen Reihe von Beispielen die grosse Kompetenz von Toyota im Autobau eindrücklich demonstrieren sollen: Qualität, Technologie, Ökologie, Innovation und Unternehmensführung.
Fakten, Fakten, Fakten: Der ehemalige «10 vor 10»-Mann Walter Eggenberger klopft keine PR-Sprüche.
Andreas Panzeri
