Tour-de-M-Budget

Roadshow Die Migros beschreitet für ihre Billig-Linie abgefahrene Kommunikationswege.

Roadshow Die Migros beschreitet für ihre Billig-Linie abgefahrene Kommunikationswege.
«M-Budget isch geil»: Was die Migros vor mittlerweile acht Jahren zur Entlastung von kleinen Haushaltsbudgets ins Sortiment einführte, hat heute schon Kultstatus. Vor allem in der Gruppe der 15- bis 20- Jährigen ist die Linie mit dem unverwechselbaren Design ausserordentlich beliebt. Nach der Sortimentserweiterung Anfang dieses Jahres umfasst die preisgünstige Migros-Eigenmarke heute 195 Artikel. Am 22. Mai führt die Mig-ros-Genossenschaft Luzern (GML) probeweise das 196. Produkt ein: Die M-Budget-Party. Die Idee dazu kam Initiant Martin Koch von der GML im Ausgang. Teure Eintritte und Getränke, so Koch, verderben den Partyspass gründlich. Zudem könnte die Eigendynamik des M-Budget-Kults besser genutzt werden.
Keine Party ohne Alkohol
Das Partykonzept stiess beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich auf offene Ohren. Sollte die Sause in Luzern ein Erfolg werden, will sie auf Schweizer Tournee gehen. Bedingung dafür sind allerdings mindestens tausend verkaufte Eintritte. Dazu gibt sich Martin Koch optimistisch: «Die Indizien stimmen mich positiv.» Schliesslich lockt die GML potenzielle Gäste mit einem – ganz M-Budget-Philosophie – Discount-Eintrittspreis, mit Wettbewerben sowie Gratisgetränken. Ohne Alkohol, versteht sich. Da aber «auf eine richtige Party auch Bier und andere Drinks gehören», wie auf der Feten-Website zu lesen ist, wird das Hochprozentige vom Clublokal selbst ausgeschenkt.
Gibt der MGB für die Roadshow grünes Licht, wird diese ab September voraussichtlich in 18 Schweizer Städten einfahren. Bis Ende 2005 soll die Party an den wichtigsten Standorten in der Deutsch- und Westschweiz sowie im Tessin durchgeführt werden.
Simone Keller

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