Die grösste Kleinanzeige der Schweiz

Schul-Marketing Das Medienausbildungszentrum MAZ wirbt für sich – also für den Journalismus.

Schul-Marketing Das Medienausbildungszentrum MAZ wirbt für sich – also für den Journalismus.
Das kleine Kind werde von der Mutter genährt mit der Milch und mit der Sprache. Fehlte ihm eines von beiden, es würde sterben. So leitete Peter von Matt vor einer Woche seine Ansprache an der Jubiläumsfeier 20 Jahre MAZ in Luzern ein.Ähnlich verhält es sich mit den Medien, die ohne Inhalt und Qualität unweigerlich eingehen würden. Den Beweis dafür trat die Agentur Jung von Matt/Limmat mit der MAZ-Imagekampagne an. Unter dem Patronat des Verbandes Schweizer Presse und in Zusammenarbeit mit mehreren Tages-, Wochenzeitungen und Magazinen soll sie den Beitrag des Journalismus zum Schweizer Alltag anhand einer singulären Anzeige verdeutlichen: Statt des redaktionellen Inhalts erscheint eine leere Seite als Maquette mit einer Kleinanzeige zur Auflösung des Rätsels: «Zum Glück bilden wir Journalisten aus – MAZ».
In der Schweizer Medienlandschaft und -nutzung – weltweit
eine der vielfältigsten und stärksten – mutet das Werbekonzept
bedrohlich und imponierend zugleich an. Belegt es doch auf
simple Art den Erfolg der renommiertesten Journalismusschule der Schweiz.
So markant die Anzeigen sind, so einmalig ist der Auftritt des
Medienausbildungszentrums, wie Direktorin Sylvia Egli von Matt erklärt: «Die Anzeigen sind eine Goodwill-Aktion, ein Geschenk des Verbandes und Teilsponsoring der Agentur.» Das knappe Kommunikationsbudget lasse auch künftig nebst Internetauftritt, sporadischen Füllerinseraten und Kursbroschüren «nur» die treffsicherste aller Werbemassnahmen zu: Mundpropaganda. Wie gut diese das Institut trägt, zeigte der Blick auf die Gästeliste des Jubiläumsfestes: Wer in der Deutschschweizer Medienbranche Rang und Namen hat, war in Luzern.
Gähnende Leere: Was wären die Medien ohne MAZ?

Luca Aloisi

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